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Pinneberger Tageblatt

13. Dezember 2017 | 14:20 Uhr

Abkürzung über Parkplatz ist passé

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

StadtEntwicklung Keine Durchfahrt mehr zwischen McDonald’s und Friedenstraße / Öffnung zur Elmshorner Straße eine Option

von
erstellt am 03.Jun.2016 | 16:26 Uhr

Viele Autofahrer hat es eiskalt erwischt. Der Parkplatz an der Elmshorner Straße ist eingezäunt. Über Nacht. „So, das war’s. Die Durchfahrt zwischen McDonald’s und Friedenstraße ist Geschichte“, heißt es auf der Seite der Facebook-Gruppe „Pinneberger Leben“. Mal kurz über den Parkplatz kurven, um von der Elmshorner Straße zur Friedenstraße zu gelangen und umgekehrt – viele Autofahrer mussten in den vergangenen Tagen wieder umdrehen.

Dabei bleibt es auch: Wie berichtet, baut noch in diesem Monat das Hamburger Unternehmen Inter-Papier dort ein Bürogebäude. Die Stadt hatte das Areal an das Unternehmen verkauft.

Knapp zwei Millionen Euro werden für den Neubau investiert. In dem zweigeschossigen Gebäude werden etwa 650 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen für 30 Mitarbeiter. Der Baubeginn ist für Juni geplant. Im Januar 2017 sollen die Büros spätestens übergeben werden.


Mehr Gewerbesteuern für Pinneberg


Tatsache ist: Mit Inter-Papier gewinnt Pinneberg einen großen Gewerbesteuerzahler. Von einem sechsstelligen Betrag ist die Rede. Derzeit rechnet die Stadt für 2016 mit 14,8 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen – zu wenig für eine Stadt von der Größenordnung Pinnebergs. Doch 2017 dürften dank Inter-Papier mehr Steuern in die Stadtkasse fließen.
„Wir sind froh, dass mit dem Bau der Unternehmenszentrale begonnen werden soll“, sagte gestern Stefan Krappa, Sprecher der Stadt.

In die Röhre schauen die Autofahrer, die schnell in die Friedenstraße gelangen wollen. Erst einmal. Jüngst hat die CDU die Öffnung der Friedenstraße ins Gespräch gebracht (diese Zeitung berichtete). Entlang der einen Seite des Parkplatzes. „Ziel ist“, so CDU-Ratsherr Carl-Eric Pudor, „einer drohenden Verkehrsverlagerung auf die Elmshorner Straße und insbesondere auf die Bismarckstraße entgegenzuwirken.“ Derzeit wird dieser Vorschlag von der Verwaltung auf eine mögliche Realisierung hin geprüft.

Auch die Fraktion Grüne und Unabhängige macht sich Gedanken um die Verkehrssituation in diesem Gebiet und stellte ihr Projekt während der jüngsten Sitzung im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Kleingartenwesen vor. Die Vertreter wollen die Brücke Bismarckstraße in eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke umwidmen.

Aus beiden Richtungen würde die Straße bis zur Brücke eine Sackgasse. Der Radverkehr soll ab Friedenstraße auf die Sackgasse abgeleitet werden, so die Idee der Grünen-Fraktion.

Hintergrund: Für die Bismarckstraße ist eigentlich 2019 der Neubau der Brücke über die Pinnau geplant. Die Umwidmung würde einen Brückenneubau in Höhe von 1, 1 Millionen Euro überflüssig machen. In Notfällen könnte man die Brücke öffnen, räumte Manfred Stache (Grüne und Unabhängige) Bedenken der CDU aus dem Weg.

SPD-Ratsherr Reinhard Matthies fand den Vorschlag der Grünen „charmant“, sehe diesen aber in Zusammenhang mit der Öffnung der Friedenstraße. Deshalb sollte man erst abwarten, ob Ersteres überhaupt realisierbar sei. Stache stimmte dem zu und zog den Antrag seiner Fraktion fürs Erste zurück.


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