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Pinneberger Tageblatt

24. November 2017 | 10:40 Uhr

Abitur: Rellingen hat es geschafft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zusage Bildungsministerium genehmigte gestern G 9-Modell für die Caspar-Voght-Gemeinschaftsschule ab 2017/2018 / Jubel im Rathaus

von
erstellt am 07.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Hartnäckigkeit, unbedingter Wille und Ernsthaftigkeit haben sich ausgezahlt: Gestern genehmigte Britta Ernst (SPD, Foto), Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, die neue Oberstufe im G  9-Modell für die Caspar-Voght-Schule (CVS) in Rellingen. „Die Grund- und Gemeinschaftsschule in der Baumschulengemeinde erhält zum Schuljahr 2017/18 eine gymnasiale Oberstufe und kann von da an ihre Schüler bis zum Abitur führen“, heißt es in der E-Mail von Bildungsstaatssekretär Dirk Loßack an Rellingens Bürgermeisterin Anja Radtke (Foto).

Nächste Woche bekommen Radtke und Schulleiter Jochen Kähler die Entscheidung noch schriftlich. Zwar hofften die Verantwortlichen, bereits ab August durchstarten zu können. Doch mit dem Start im Sommer 2017 bleibt ein Puffer. Dazu Loßack: „Schule und oberste Schulaufsicht haben nach dieser Entscheidung nun ausreichend Zeit, den Start der neuen Oberstufe konzeptionell vorzubereiten und mit neuer Personalzuweisung auch personell Weichen zu stellen.“

Für Radtke dürfte diese Entscheidung eine der wichtigsten ihrer Amtszeit seit 2010 sein. Wie berichtet, stellt sich die Verwaltungschefin aus persönlichen Gründen nicht erneut zur Wahl und scheidet Ende September aus dem Amt. Seit dem Antrag vom November 2015 nach einem einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung an das Bildungsministerium dürfte kein Tag der Hoffnung vergangen sein. Gerade in den letzten Tagen stieg die Nervosität. Nach Informationen dieser Zeitung ging ein Brief direkt an Ministerin Ernst, nahezu täglich ließ Bürgermeister-Assistentin Sabine Witt zuletzt die Telefonleitung in die Landeshauptstadt glühen, um nachzuhaken.

Mit Erfolg. „Damit ist der Leitspruch der Schule – ‚Eine Schule für alle‘ – jetzt vollständig“, sagte gestern eine euphorisierte Bürgermeisterin. „Ich freue mich außerordentlich, dass wir das Ministerium von unserem Konzept überzeugen konnten. Das ist eine wunderbare Entscheidung für unsere Rellinger Familien und für die Infrastruktur unserer Gemeinde.“ Radtke weiter: „Ich danke allen, insbesondere unseren Landtagsabgeordneten, allen voran Kai Vogel, für die Unterstützung auf diesem Weg.“

Für Schulleiter Kähler ist der gestrige Tag ein guter Tag: „Wir freuen uns, nun auch den letzten fehlenden allgemeinen Schulabschluss an unserer Schule anbieten zu können. Dies ist eine tolle Chance für alle Jugendlichen in der Region. Wir freuen uns auf die Veränderungsmöglichkeiten, die für uns mit dieser Entscheidung verbunden sind. Wir werden nun mit Konzentration daran arbeiten, die Entscheidung mit Leben zu füllen. Wir bedanken uns schon jetzt für das Vertrauen all der Familien, die uns unterstützt haben.“

Schulausschuss-Chef Dieter Beyrle (CDU) sagte: „Ich bin sehr froh, dass nach den vielen Jahren und vergeblichen Versuchen mit Partnern in der Vergangenheit eine Oberstufe zu bekommen, jetzt Rellingen in den Genuss kommt. Es ist ein persönliches Highlight für mich, weil gerade in meiner Zeit als Schulausschussvorsitzender kein Versuch zum Erfolg führte.“ Der Beginn mit Schuljahr 2017/2018 sei für die Schulleitung und die Gemeinde Rellingen in der Umsetzung und baulichen Realisierung sicherlich die vernünftigste Lösung. „Es ist enttäuschend für die Kinder in der jetzigen 10.    Klasse, die sich bis zuletzt Hoffnung machen durften auf einen Beginn bereits ab Schuljahr 2016/2017“, unterstreicht der CDU-Fraktionschef.

Nachmittagsgruppen, Offene Ganztagsschule, Mensa, kurze Wege zwischen Sekretariat und Klassen – alles biete beste Voraussetzungen, sagt Radtke. Die Schaffung von zusätzlichen Klassen-, PC- und Nebenräumen sei längst in Planung. Rellingen realisiert seinen Traum und kann 2017 außer der Erich Kästner Gemeinschaftsschule in Elmshorn, der Klaus-Groth-Schule in Tornesch, der Gebrüder-Humboldt-Schule in Wedel und der Johann-Comenius-Schule (JCS) in Pinneberg-Thesdorf das G  9-Modell anbieten.

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