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Pinneberger Tageblatt

17. August 2017 | 15:53 Uhr

Abfallfibel-Chaos im Kreis

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im Dezember sollten alle Haushalte die Broschüre bekommen / Einige erhielten die falsche, andere gar keine

Zirka 150 Menschen, die in Pinneberg-Nord wohnen, haben sich seit Anfang Dezember mit dem gleichen Anliegen an den Bürgerservice der Kreisverwaltung gewandt. Sie haben per Post eine Abfallfibel erhalten, in der ein falscher Abfuhrkalender lag. Nämlich der für die Stadt Elmshorn. Ein Fehler, zu dem es bereits in der Druckerei gekommen sei, wie Marko Hoffmann vom Fachdienst Bürgerservice im Gespräch mit dieser Zeitung sagte.


Kartons waren falsch beschriftet


Die Broschüre selbst sei in einer Preetzer Druckerei gedruckt worden, so Hoffmann. Die beigelegten Abfuhrkalender hingegen habe ein Zulieferer in Kartons dorthin geschickt, damit sie maschinell der Abfallfibel beigelegt werden können. Dabei sei der Fehler passiert. Denn insgesamt gebe es für die 49 Städte und Gemeinden im Kreis Pinneberg 22 Versionen der Abfuhrpläne. Um diese zu unterscheiden, habe der Zulieferer die Kartons beschriftet. „Und dabei Teile der Elmshorner Ausgabe mit Pinneberg vertauscht“, erläuterte Hoffmann.

Dass die falschen Abfuhrpläne verteilt wurden, sei erst aufgefallen, als sich Pinneberger beim Bürgerservice darüber beschwerten, dass in ihrer Abfallfibel der Elmshorner Kalender liege. „Wir haben die Zulieferung durch die Post dann sofort gestoppt“, sagte Hoffmann. Wie viele Haushalte bis dahin bereits die falschen Ausgaben erhalten hätten, könne er nicht sagen. „Das lässt sich nicht genau orten, denn auch innerhalb einer Straße können Abfallfibeln mit Beilagen aus unterschiedlichen Kartons verteilt worden sein.“ Er gehe jedoch davon aus, dass sich die meisten Betroffen inzwischen bei der Kreisverwaltung gemeldet hätten. „Wir hatten bislang zirka 150 Anrufe deswegen.“

Die Verteilung sei erst fortgesetzt worden, nachdem die Druckerei die Beilagen noch einmal überprüft hätte. „Dadurch kam es vor allem in Elmshorn zu Verzögerungen“, sagte Hoffmann und fügte hinzu, dass die Post ihm gestern mitgeteilt habe, dass die Zustellung der Abfallfibeln im Kreis Pinneberg beendet sei.


Zahlreiche Haushalte noch ohne Abfallfibel


Dies scheint jedoch nicht der Fall zu sein: Nach Informationen dieser Zeitung haben zahlreiche Haushalte in Pinneberg-Nord immer noch keine Abfallfibel erhalten, weder die mit der richtigen noch die mit der Elmshorner Beilage. Die Kreisverwaltung war gestern Abend nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen.

Haushalte, die von der Verwechslung betroffen waren, müssen sich an den Bürgerservice wenden, wenn sie das richtige Exemplar haben möchten. „Wir wissen einfach nicht, wer betroffen ist. Und vielen Menschen ist es egal, weil sie die Abfuhrtermine auf unserer Internetseite finden können“, so Hoffmann.

Dem Kreis Pinneberg seien durch die Verwechslung der Beilagen keine Zusatzkosten entstanden. „Der Fehler lag eindeutig bei der Druckerei. Die Portokosten, die wir haben, um die richtigen Abfallfibeln an die Haushalte zu schicken, werden von dieser übernommen“, berichtete Hoffmann. Und die Mitarbeiter im Bürgerservice hätten durch den Fehler derzeit zudem wesentlich mehr Arbeit.

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erstellt am 03.Jan.2014 | 16:20 Uhr

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