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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 17:32 Uhr

Bus 594 : Ab ins Gewerbegebiet Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unternehmer, Einzelhandel und Grundstückseigentümer für Anbindung an die Flensburger Straße. Ein Konzept liegt jetzt vor.

von
erstellt am 02.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Wird der Bus 594 schon bald das Gewerbegebiet Nord anfahren? Der Vorschlag für dieses Konzept kommt von Unternehmern, dem Einzelhandel und Grundstückseigentümern in diesem Gebiet und ist aus einem Workshop heraus entstanden. Unterstützt wird er von der Pinneberger Wirtschaftsförderung. Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) informierte die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung gestern Abend darüber. Aber erst im nächsten Ausschuss am 29. September soll das Konzept vorgelegt werden. Dann müssen die Politiker Farbe bekennen.

Während eine Variante, die eine Schleifenfahrt der Linie 594 zur Flensburger und Haderslebener Straße vorsieht, aus Kostengründen längst vom Tisch ist, wird nun eine Alternativ-Variante präferiert. Die Verwaltung und die Südholstein Verkehrsservicegesellschaft (SVG) sind mit einem Linienbus diese Strecke auf Tauglichkeit hin abgefahren. Das Ergebnis ist positiv.

Nach dieser Variante würde die Linie 594 nicht mehr vom Bahnhof zur Elmshorner Straße und weiter bis nach Quickborn führen, sondern die Busse würden von der Friedrich-Ebert-Straße in die Bismarckstraße einbiegen und dann über die Friedensstraße und Haidkamp bis zur Flensburger Straße fahren. Von da aus würde die Fahrt nach Quickborn weitergehen.

„Dass Expert Bening schließt, sollte ein Weckruf sein. Die Flensburger Straße ist ein wichtiger Teil der Wirtschaftskraft von Pinneberg. Es ist unendlich mühsam, etwas an den Rahmenbedingungen zu ändern“, sagt Kerstin Schulenburg. Sie ist Eigentümerin des Bening-Grundstücks und gehört zur Initiativgruppe Flensburger Straße. Auch Famila, Aldi, Reifen Helm sowie Bad und Sanitär Wesemeyer sind dort angesiedelt. Aber es gibt auch Leerstand.

Außer der Erreichbarkeit gehe es auch darum, wieder sichtbar für die Pinneberger zu sein, so Schulenburg. „Wir sind um die Ecke. Nur rund einen Kilometer Luftlinie vom Rathaus entfernt“, sagt sie. Bei dieser Streckenführung profitiere das Arbeitsamt, der Kindergarten und die Grundschule durch eine direkte öffentliche Anbindung. „Die Busanbindung ist auch für die Arbeitskräfte beispielsweise bei der GBA Laborgruppe in der Flensburger Straße wichtig“, sagt Schulenburg. Pinnebergs Wirtschaftsförderer Stefan Krappa sieht das ähnlich: Eine wichtige Verbesserung aus Sicht der lokalen Akteure wäre die Verschwenkung der Buslinie 594. „Ziel ist es, neben der Aussteigemöglichkeit einen täglichen Werbeeffekt bei den Fahrgästen für die Geschäfte zu schaffen“, sagt Krappa. Mehr als 1000 Arbeitnehmer sind in diesem Gebiet tätig. Zum Winterfahrplan könnte der Bus 594 bereits die Flensburger Straße anfahren.

Umsonst ist die Anbindung allerdings nicht zu haben. Auf der einen Seite stehen Kosten für bauliche Veränderungen im Kreuzungsbereich Friedrich-Ebert-Straße/Bismarckstraße an. Es gibt Überlegungen, dass die Akteure aus dem Gewerbe dafür aufkommen. Auf der anderen Seite fallen die jährlichen Betriebskosten an. Da der Kreis dafür nicht aufkommt, muss die Stadt diese Kosten übernehmen. Nach Schätzungen liegen sie im fünfstelligen Bereich. Der Grund dafür ist offensichtlich: „Die Strecke ist länger und die Fahrt dauert länger. Das führt nach dem gültigen Verkehrsvertrag zu erhöhten Kosten“, sagt SVG-Geschäftsführer Claudius Mozer. So könnte es zum Beispiel sein, dass ein zusätzlicher Bus eingesetzt würde. „Das hängt vom Fahrplankonzept ab“, sagt Mozer.

Um das Gewerbegebiet bekannter zu machen, gibt es weitere Überlegungen: So soll eine Auslichtung der Vegetation dafür sorgen, dass das Areal von der Autobahn 23 aus schon gut sichtbar ist. Freie Werbung auf den Flächen oder auch ein Werbepylon sind im Gespräch.

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