Bauarbeiten : Ab April ist die A7-Brücke in Hasloh dicht

Genauer Zeitplan liegt noch nicht vor. Neubau innerhalb von wenigen Monaten.

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29. Januar 2015, 12:00 Uhr

Hasloh | Nur noch wenige Wochen, dann beginnt im April der Neubau der Brücke im Garstedter Weg zwischen Hasloh und Norderstedt. „Am Zeitplan wird noch gearbeitet, da wegen verschiedener Faktoren – wie etwa der Wetterlage – die Pläne ständig überarbeitet werden“, sagt Peter Caspar Hamel, Sprecher der Via Solutions Nord GmbH & Co. KG. Diese ist als Projektgesellschaft für den Ausbau und bis 2044 für den Betrieb der A7 zuständig.

Was jedoch feststeht: „Eine der beiden Brücken muss offen bleiben, damit den Verkehrsteilnehmern der Region immer mindestens eine Überführung zur Verfügung steht“, betont Hamel. Zunächst wird die Hasloher Brücke gebaut. Bislang durfte diese nur mit Fahrzeugen befahren werden, die maximal 16 Tonnen schwer sind. Das wird nach dem Neubau anders, dann dürfen auch 40 Tonnen schwere Lkw die Brücke überqueren. Sobald diese Brücke fertig gestellt ist – der Plan sieht vor, dass dies im Oktober 2015 der Fall sein wird – wird die Verbindung zwischen Bönningstedt und Norderstedt (K5) gekappt. „Auch diese Brücke muss komplett neu gebaut werden“, berichtet Hamel.

Voraussichtlich im Mai/Juni kommenden Jahres solle diese dann für den Verkehr frei gegeben werden. „So eine Baustelle ist ein lebendes Objekt, deshalb geben wir keine Zeitpläne an die Öffentlichkeit“, erklärt Hamel. Die Pläne hingen von zahlreichen Faktoren wie etwa Genehmigungen für verkehrsrechtliche Anordnungen oder auch Einsprüchen von Anliegern oder Wirtschaftsverbänden ab.

Mit Blick auf die letzte Verkehrszählung von 17. bis 27. Mai 2013 weiß Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund ungefähr, welche Mehrbelastung von April bis Oktober auf die K5 zukommen wird. „Das werden mindestens 3000 Fahrzeuge je Richtung täglich sein“, sagt Brummund.

Große Sorgen bereitet dem Dorfoberhaupt das, was anschließend auf Hasloh zukommen wird: Bei der letzten Messung des Kreises 2005 waren laut Michael Zisack, Fachdienstleiter Straßenbau und Verkehr, auf der K5 im Wochendurchschnitt 7110 Fahrzeuge je Richtung unterwegs – an Werktagen waren es sogar knapp 8000 Autos und Lkw. Wie viele davon die nördliche Ausweichroute über Hasloh nutzen werden, bleibt abzuwarten.

„Die Anzahl der Fahrzeuge, die den Garstedter Weg nutzen, hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen“, sagt Brummund. Die Gemeinde fordere deshalb schon seit fünf Jahren, den Teil der Straße, der von vielen Kindern als Schulweg genutzt werde, mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung zu versehen. „Da wären schon 400 bis 500 Meter hilfreich, aber bis jetzt sind wir immer abgeblitzt“, berichtet Brummund.

Zudem gebe es Überlegungen, den „Schleichweg“ nach Quickborn, der über den Alten Kirchweg führt, abzuriegeln. „Auch dort ist jetzt schon eine Zunahme des Verkehrsaufkommens zu beobachten“, weiß Brummund von den Anliegern.

Da es vom Kreis keine Vorschläge zum Umgang mit der Mehrbelastung gebe, wolle die Gemeinde über Maßnahmen beraten. „Wir benötigen zur Umsetzung aber den Kreis und das Land“, so Brummund weiter. Insgesamt fordere er mehr Möglichkeiten für kleinere Gemeinden, selbstständig sinnvolle Entscheidungen treffen zu können.

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