Spatenstich : A7-Ausbau hat offiziell begonnen

Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch (v. l.), Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesministerium, Reinhard Meyer, Schleswig-Holsteins Verkehrsminister, und Dirk Brandenburger von der Bauplanung Deges beim symbolischen ersten Spatenstich unter der Langenfelder Brücke.
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Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch (v. l.), Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesministerium, Reinhard Meyer, Schleswig-Holsteins Verkehrsminister, und Dirk Brandenburger von der Bauplanung Deges beim symbolischen ersten Spatenstich unter der Langenfelder Brücke.

Der Bund und die Stadt Hamburg geben den offiziellen Startschuss. Die Umbauarbeiten werden rund zehn Jahre dauern.

shz.de von
17. Juni 2014, 15:30 Uhr

Hamburg/Schleswig-Holstein | Nun geht es auch ganz offiziell los: Der Bund und die Stadt Hamburg haben gestern den Startschuss für den Ausbau und die Überdeckelung der Autobahn 7 gegeben. Für den ersten Spatenstich betätigten Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), am Vormittag persönlich die Baggerschaufel an der Langenfelder Brücke in Stellingen. Das knapp 400 Meter lange Bauwerk als Teil der A7 wird komplett abgerissen und breiter neu gebaut – bei rollendem Verkehr.

Ab Anfang Mai hatten Vorbereitungsarbeiten bereits den inoffiziellen Auftakt der größten Autobahnmodernisierung des Nordens gegeben. Die A7 wird zwischen dem Bordesholmer Dreieck und dem Elbtunnel um je zwei Fahrspuren verbreitert und erhält auf Hamburger Gebiet zudem drei Lärmdeckel. Die Bauzeit dürfte rund zehn Jahre betragen, die Kosten werden die Milliardengrenze erreichen.

„Jetzt ist der Norden dran“, sagte Ferlemann und kündigte an, dass Norddeutschland beim neuen Bundesverkehrswegeplan ab 2015 besser wegkommen werde als bisher. Hamburg sei das „Einfallstor der Globalisierung“ und werde deshalb zu einem Investitionsschwerpunkt des Bundes, versprach der Staatssekretär aus Berlin. Dazu zähle eben auch der notwendige Ausbau der A7, mit 160.000 Fahrzeugen täglich einer der meistbefahrenen Autobahnabschnitte hierzulande. Ferlemann kündigte zusätzlich auch die Unterstützung des Bundes für andere, teils seit Jahrzehnten unerfüllte Wünsche des Nordens an: von der Hafenquerspange in Hamburg über die A20 in Schleswig-Holstein samt Elbquerung bei Glückstadt bis hin zum Ausbau des Schienenverkehrs im Hinterland des Hamburger Hafens.

Abbruch und Neubau der Langenfelder Brücke sind dabei zwar nur eine von vielen Teilmaßnahmen, allerdings die technisch vielleicht anspruchsvollste. Während der gut vierjährigen Bauzeit muss nicht nur der Autoverkehr oben, sondern auch der Zugverkehr unten weiterrollen. Störungen wird es mit Sicherheit dennoch geben, weiß auch Reinhard Meyer, der gestern an die geplagten Autofahrer dachte: „Für die anstehende Geduldsprobe bitten wir schon heute um Verständnis.“

1. Bauphase (2014 bis 2016)

Sperrung der Fahrbahn Richtung Flensburg; alle sechs Spuren werden auf die Fahrbahn Richtung Hannover verlegt; Rück- und Neubau des östlichen Brückenbauwerks; Neubau der Brücke Richtung Flensburg; Herstellung provisorischer Rampen an der Anschlussstelle Volkspark; Baumaßnahmen an der östlichen Auf- und Abfahrt der Anschlussstelle Volkspark; Fertigstellung der östlichen Auf- und Abfahrt.

2. Bauphase (2016 bis 2018)

Sperrung der Fahrbahn Richtung Hannover; alle sechs Spuren werden auf die Fahrbahn Richtung Flensburg verlegt; Rück- und Neubau des westlichen Brückenbauwerks; Neubau der Brücke Richtung Hannover; Baumaßnahmen an der westlichen Auf- und Abfahrt der Anschlussstelle Volkspark; Fertigstellung der westlichen Auf- und Abfahrt.

3. Bauphase (2018)

Sperrung der Fahrbahn Richtung Flensburg; alle sechs Spuren werden auf die Fahrbahn Richtung Hannover verlegt; Fahrbahn erhält Flüsterasphalt.

 
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