Kunst-Event : A cappella trifft auf Lichtkunst in Pinneberg

Das Vokalensemble Quartonal überzeugte mit einem vielseitigen Repertoire.
Das Vokalensemble Quartonal überzeugte mit einem vielseitigen Repertoire.

Der Verein der Freunde des Regioklinikums Pinneberg feiert sein 20-jähriges Bestehen.

shz.de von
06. November 2018, 10:53 Uhr

Pinneberg | Steinwände erstrahlten in Hunderten von Farbnuancen. Die Künstlerin Gisela Meyer-Hahn hat im Zuge des Jubiläums des Vereins der Freunde des Regioklinikums Pinneberg für ein besonderes Kunsterlebnis gesorgt. Mit ihrer interaktiven Lichtinstallation an der Christuskirche verwandelte sie die Kirche am Montagabend in ein stimmungsvolles Lichtermeer aus Farben. Meyer-Hahn zeigte jeweils vor und nach dem Jubiläumskonzert an der Außenwand die Umsetzung einer Komposition von Claude Debussy. „Das ist Kunstgenuss pur“, sagte Elke Ferro-Goldstein, Vorsitzende des Kreiskulturverbandes.

Vokalensemble Quartonal gibt Konzert

Der Verein zelebrierte sein 20-jähriges Bestehen darüber hinaus noch mit einem weiteren Höhepunkt. Eines der gefragtesten Ensembles der deutschen A-cappella-Szene, das Vokalensemble Quartonal, präsentierte einen Querschnitt seines Repertoires. Bevor das ursprünglich aus Uetersen kommende Ensemble auftrat, führte Chefarzt Dr. Stefan Geist musikalisch in die Veranstaltung ein. Der Flötist brachte klangvoll ein Adagio aus der Solosonate von Philipp Immanuel Bach zu Gehör. Mit Liedern aus dem kirchlichen Kontext wie „Ubi caritas“ und „Quam pulchra es“ eröffnete Quartonal sein Konzert.

Lichtkünstlerin Gisela Meyer-Hahn ließ die Christuskirche leuchten.
Foto: Frauke Heiderhoff
Lichtkünstlerin Gisela Meyer-Hahn ließ die Christuskirche leuchten.
 

Bei ausdrucksstark interpretierten Liedern wie Bachs „Bist du bei mir“ und Goldmanns „Von guten Mächten“ verharrte das Publikum in andächtigem Schweigen. „Es ist schön, wenn sich das Publikum auf diese stillen Momente einlässt“, lobte Bariton Christoph Behm. Doch auch Songs aus dem Spektrum von Close Harmony und Pop-Arrangements präsentierten die Sänger rein und edel.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Ingeborg Triskatis, Professor Hartmut Nolte und Angela Bartels vom Klinikum ließen Stationen aus der Vereinsgeschichte Revue passieren. Während der vergangenen zwei Jahrzehnte gelang es, insgesamt eine Summe von über 500 000 Euro an Spenden einzunehmen. Mithilfe der Gelder setzten die Mitarbeiter unzählige Projekte um. Dazu zählten Bettenspenden ebenso wie die Finanzierung von Fortbildungen und Klinikclowns. Sogar ein „Raum der Stille“ konnte eingerichtet werden. Die Sänger beendeten das Konzert stimmungsvoll mit Pop-Arrangements und der Volkslied-Zugabe „O du stille Zeit“.

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