Mit dem Abi in die weite Welt starten : 86 Abiturienten in Halstenbek verabschiedet

Musikalischer Abgang: Die Abiturienten verabschiedeten sich mit Beiträgen aus dem Musical „Circus Abigalli präsentiert eine mordsmäßige Show“.
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Musikalischer Abgang: Die Abiturienten verabschiedeten sich mit Beiträgen aus dem Musical „Circus Abigalli präsentiert eine mordsmäßige Show“.

Mit dem Abi in die weite Welt starten. Es war brütend warm in der Sporthalle am Bickbargen, als die Abiturienten unter dem Beifall von Eltern, Geschwistern, Freunden und Lehrern in das Gebäude einzogen.

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06. Juli 2015, 17:00 Uhr

Halstenbek | „Sie können alle sehr stolz sein auf einen leistungsstarken Jahrgang.“ Karsten Schneegaß geriet am Wochenende bei der Verabschiedung des Abiturjahrgangs des Halstenbeker Wolfgang-Borchert-Gymnasiums fast ins Schwärmen. „Sie waren sehr verlässlich und haben uns gezeigt, dass Sie das, wozu Sie Lust hatten, immer sehr gut geschafft haben“, führte der Schulleiter weiter aus. Und schmunzelnd weiter: „Wer so viele Tätigkeiten wie Sie neben dem lästigen Unterricht ausüben konnte und dabei in allen Bereichen erfolgreich war, um den müssen wir uns in der Zukunft keine Sorgen machen.“

Es war brütend warm in der Sporthalle am Bickbargen, als die Abiturienten unter dem Beifall von Eltern, Geschwistern, Freunden und Lehrern in das Gebäude einzogen. 86 Schüler waren zu den Abiturprüfungen angetreten, und alle hatten bestanden. Die meisten Pennäler absolvierten die üblichen neun Gymnasium-Jahre, fünf von ihnen übersprangen einen Jahrgang. Dazu gehörte Vincent Wolff. Der 18-Jährige schloss mit der Note 1,0 ab, ebenso wie Yannis Schumann (17), der sogar zwei Klassen übersprungen hatte. Insgesamt erreichten laut 22 Schüler die „Eins“ vor dem Komma, der Gesamtdurchschnitt des Jahrgangs liegt bei 2,38, wie Schneegaß erläuterte.

Für den Schulleiter war es der 16. und letzte Abiturjahrgang, den er verabschiedete, denn der 64-jährige Pädagoge wird mit Ablauf des ersten Schulhalbjahrs 2015/16 in den Ruhestand gehen. Einige Jahre hatte er die Abiturienten in den Fächern Geschichte sowie Wirtschaft und Politik unterrichtet. „Es war ganz viel Spaß dabei. Ich wollte eigentlich jedes Jahr wieder aussteigen, aber Sie haben mich überzeugt, dass wir es noch weiter versuchen sollten“, resümierte Schneegaß.

Zielorientiert und engagiert in die Zukunft

„Keiner durchgefallen, wie toll ist das denn?“, fragte Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann. „Sie sind zielorientiert und engagiert. Mit dem Abitur steht Ihnen die Welt offen“, prophezeite die Halstenbeker Rathauschefin den Schülern. Zudem bedankte sie sich beim Lehrerkollegium: Sie tragen viel dazu bei, dass die Schule einen sehr guten Ruf hat.“

Die Schüler Nina Bestmann und Dennis Svensson führten in lockerer Manier durch das zweistündige Programm. Janice Hofmann und Alexander Adamy rechneten vor, dass es der 34. und letzte Jahrgang gewesen sei, der an der asbestverseuchten Schule sein Abitur gemacht habe und bedauerten: „Luxus, Prachtbau, das Adlon der Schulen werden wir nicht mehr erleben.“

Die Abschlussklassen verabschiedeten sich auf musikalische Art von der Schule: Ein Vokalensemble und eine Band intonierten zwei Stücke aus dem Musical „Circus Abigalli präsentiert eine mordsmäßige Show“.

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