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Pinneberger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 06:11 Uhr

800 000 Euro fehlen im Haushalt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Hasloh: Gemeindeversammlung verabschiedet Minus-Etat

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr trafen sich die Hasloher Gemeindevertreter zu ihrer Sitzung. Zunächst begrüßte Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) Kerstin Herms-Knake, bei der er sich mit einem Blumenstrauß bedankte. „So viele Mitbürger haben mir erzählt, dass sie, wann immer sie ins Gemeindebüro kommen oder dort anrufen, immer freundliche und kompetente Auskunft bekommen“, lobte Brummund Herms-Knake.

Auf der Tagesordnung der Sitzung stand die Verabschiedung des Haushaltes. Der Finanzausschussvorsitzende Gunnar Schacht gab zunächst bekannt, dass der Jahresfehlbetrag im Ergebnisplan für 2014 etwa 800 000 Euro betrage. Schacht zeigte anhand markanter Beispiele mit Zahlen aus dem Jahr 2008 auf, dass einige Positionen sich sehr deutlich verändert haben: „Die Schulkostenbeiträge sind um 360 000 Euro gestiegen, Die Unterdeckung der Kindergartenkosten um 300 000 – und das wird eher mehr als weniger -, die Sanierung der Straßen um 360 000 Euro, die Gewerbesteuerumlage stieg um 440 000 Euro“, so seine Aufzählung. Die Einsparungen im Bereich Verwaltungskosten würden etwa 70 000 Euro betragen, die Steuereinnahmen fielen um eine halbe Million höher aus. „Wir haben ein strukturelles Defizit mit einigen Größen, die wir nicht beeinflussen können“, so Schacht weiter. Dennoch sei es gelungen, das Defizit durch Einsparungen um etwa 100 000 Euro zu senken. „Die Kommunalaufsicht hat unsere Bemühungen wohlwollend zur Kenntnis genommen und Zustimmung signalisiert“, gab Schacht bekannt.

In der anschließenden Debatte äußerten sich mehrere der Politiker dahingehend, dass es ohnehin schwierig sei, ohne konkrete Zahlen zu planen. „Wir stochern immer noch im Nebel, weil wir kein Ergebnis aus 2012 vorliegen haben und keine Eröffnungsbilanz vorliegt“, sagte Horst Rühle (CDU). Auch Fraktionskollege Thomas Krohn betonte, dass ein ausgeglichener Haushalt angestrebt werden müsse. „Wir können aber auch größere Ausgaben, die schon mehrfach verschoben wurden, nicht immer weiter verschieben“, gab er zu bedenken. Als Beispiele nannte er die Straßensanierung und den Bau eines Regenwasserkanals am Großen Dorn sowie den Neubau eines Regenwasserkanals in der Bogenstraße, die zusammen mit etwa 550 000 Euro zu Buche schlagen werden.

Bürgermeister Brummund zeigte sich zuversichtlich: „Mein Eindruck ist, dass die Bevölkerung bereit ist, Sparmaßnahmen in Kauf zu nehmen, wenn diese entsprechend erklärt und begründet werden“, sagte er. Der Haushalt wurde einstimmig verabschiedet.

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