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Peter-Lunding-Schule : 750.000 Euro Zuschuss bewilligt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hasloh erhält Fördergeld für Um- und Ausbau des Gebäudes. Gesamtkosten liegen bei 4,2 Millionen Euro.

von
erstellt am 26.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Hasloh | Sie kam direkt aus Kiel nach Hasloh und hatte gute Nachrichten im Gepäck: „Die beantragten 750.000 Euro Förderung für Sanierung und Ausbau der Hasloher Grundschule sind genehmigt worden“, berichtete Beate Raudies (SPD), stellvertretende Vorsitzende des Bildungsausschusses im Kieler Landtag. Gespannt hatte eine Delegation der Hasloher SPD-Fraktion, darunter Bürgermeister Bernhard Brummund und der Fraktionsvorsitzende Gunnar Schacht, auf das Eintreffen der Landtagsabgeordneten gewartet. Die wollte nicht nur die Nachricht persönlich überbringen, sondern sich auch vor Ort einen aktuellen Überblick verschaffen, wie sich die Pläne zur Sanierung und der Denkmalschutz vereinbaren lassen.

„Die Schule ist ein Kleinod, ein Denkmal, das mit Leben gefüllt ist“, befand Raudies. Sie begrüßte die Pläne, dort ein Lernhaus zu schaffen, das mehreren Generationen offensteht. „Wir sind sehr froh über die Unterstützung, das ist ein Riesen-Projekt für so eine kleine Gemeinde“, zeigte sich Brummund erleichtert über den positiven Bescheid.

Die Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde sei bislang sehr konstruktiv verlaufen, berichtete er. „Es gilt, die Denkmalelemente in den modernen Schulbetrieb zu integrieren“, sagte Raudies. Das Gebäude müsse in seiner Substanz und dem, was es ausmacht – etwa der markante Giebel, erhalten werden. „Eine moderne Glastür als Eingang wäre zum Beispiel nicht möglich“, konkretisierte die Politikerin. Im Innenbereich müssten dagegen Umbauten möglich sein, wie etwa ein Aufzug, um die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit herzustellen.

Schacht betonte, dass die Schule nicht nur saniert, sondern so erweitert werde, dass der Betrieb des Offenen Ganztags (OGTS) für möglichst viele Kinder machbar sei. „Wir wollen und brauchen mehr Nachmittagsplätze, da ist dieser Zuschuss sehr wichtig“, sagte er. Viele Hasloher Bürger hätten ihn angesprochen und für den Erhalt der Schule plädiert. „In 20 Jahren Kommunalpolitik habe ich noch nie so viel Feedback bekommen“, sagte Schacht.

Der richtige Schritt

Radies betonte, dass diese Investition der richtige Schritt sei. „Die Gemeinde bleibt so kinder- und familienfreundlich“, sagte sie. Sie freue sich darüber, dass aus dem Topf der Fördermittel auch etwas im Kreis Pinneberg ankomme. Das Konzept des Lernhauses sehe vor, dass verschiedene Vereine und Verbände, wie etwa die Volkshochschule (VHS), das Deutsche Rote Kreuz, die Theatergruppe des TuS Hasloh oder die Geschichtswerkstatt die Räume der Schule nutzen könnten, erläuterte Brummund.

„Der Multifunktionsraum im Obergeschoss eignet sich für Veranstaltungen – und natürlich auch für Gemeinderatssitzungen“, sagte der Bürgermeister. Die Beantragung des Fördergelds brachte einige Arbeit mit sich. „Im ersten Schritt wurde die Baumaßnahme vom Kreis Pinneberg auf ihre Förderfähigkeit geprüft“, erläuterte Ralf Gercken von der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft. Dazu hätten alle Kostenberechnungen und Entwürfe vorgelegt werden müssen.

Danach erfolgte die eigentlich Antragstellung. „Auch mit Hilfe der Studie ,Hasloh 2030‘ konnten wir glaubhaft belegen, dass die Schule weiterhin benötigt werden wird“, erklärte Gercken. Unterstützung bei dem Antrag habe die Verwaltung von den Mitarbeitern der Aktivregion Holsteiner Auenland erhalten. „Jetzt sind wir ein Leitprojekt im Bereich Integrierte ländliche Entwicklung“, sagte Gercken.

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