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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 22:58 Uhr

6000 Verstöße im ersten Jahr

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kampf gegen Falschparker: Halstenbek nimmt 50 000 Euro ein / Brennpunkt ist die Wohnmeile

Fünfmal pro Woche ist die Knöllchen-Polizei in Halstenbek unterwegs. Wann und wo sie den ruhenden Verkehr kontrolliert, ist natürlich streng geheim. Den Kampf gegen Falschparker hat die Gemeinde im Oktober 2014 aufgenommen. Dafür ist sie mit der Nachbarstadt Schenefeld eine Kooperation eingegangen.

Halstenbeks Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann hatte damals betont, es gehe um einen erzieherischen Effekt, nicht darum, zusätzliche Einnahmen zu erzielen.

Halstenbeks Büroleiter Uwe Grünefeldt gab sogar eine Prognose ab: 1000 Verstöße sagte er fürs erste Jahr voraus. Weit gefehlt. Laut Melf Kayser, Büroleiter der Nachbarstadt Schenefeld, die die administrative Abwicklung übernimmt, wurden im ersten Jahr seit Einführung knapp über 6000 Tickets verteilt. Das sind 500 pro Monat. Die Einnahmen liegen bei 50  000 Euro.

Wer ausgehend von einem Knöllchen-Preis in Höhe von zehn Euro nachrechnet, wird feststellen, dass die Einnahmen sogar noch höher liegen. „Viele haben noch nicht bezahlt“, sagt Kayser. Doch Gewinn hat Halstenbek bereits erzielt. Die Kosten der Knöllchen-Kooperation belaufen sich für die Gemeinde auf 20  000 Euro pro Jahr.

Drei Ordnungsamtsmitarbeiter sind für beide Kommunen zuständig. Zwei von ihnen – beide haben halbe Stellen – überwachen ausschließlich den ruhenden Verkehr. Sie schlagen besonders an Brennpunkten zu: In Halstenbek sind das die Wohnmeile, der Bahnhof Krupunder und der Ortskern. Dort verteilen sie inzwischen nicht mehr so viele Tickets wie zu Beginn. Kayser sagt: „Es ist bereits ein Lerneffekt erkennbar, da die Zahl der Verstöße im Laufe des Jahres kleiner geworden ist.“ Für dieses Jahr rechne er mit einem weiteren Rückgang.

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