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Prisdorf : 60 neue Stellplätze für den Bahnhof

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Geplant ist eine Park-and-Ride-Fläche für bis zu 450.000 Euro. Gemeinsame Erschließung des Gewerbegebiets Müßentwiete mit Pinneberg?

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2016 | 17:30 Uhr

Prisdorf | Die Gemeindevertreter in Prisdorf haben lange diskutiert, aber waren sich am Ende doch einig: Die Verwaltung soll ein Fachbüro damit beauftragen, eine neue Park-and-Ride-Fläche am Bahnhof zu planen. Vorgesehen sind 50 bis 60 weitere Stellplätze. Für die Planungen investiert die Kommune 10.000 Euro.

Es war eine schwierige Geburt am Mittwochabend. Aus den Reihen der CDU wurde befürchtet, dass die Fördersummen am Ende geringer ausfallen würden und die Gemeinde nicht zahlen kann. Nach bisherigem Stand könnte die Kommune 87,5 Prozent der Kosten, die zwischen 300.000 und 450.000 Euro angesetzt werden, aus Fördertöpfen bezahlen. Land und Bund würden die Parkfläche zu 75 Prozent bezuschussen. Dazu kommen 12,5 Prozent von der Metropolregion Hamburg sowie eventuelle Fördermittel der Aktivregion. CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Booke gab zu bedenken, dass die Gemeinde ohne die Fördermittel „nicht handlungsfähig sei“ und die Planungssumme von 10.000 Euro weg sei. Damit habe sich Pinneberg „mehrere Millionen Schulden angehäuft“, so Booke. Die CDU sei nicht gegen die Sanierung. „Aber wenn wir das hier heute beschließen, dann sollten wir auch später die Hand heben, wenn es um die Umsetzung geht“, mahnte Booke. Aus den Reihen der SPD und Bürger Block Prisdorf (BBP) hieß es, dass dies keine Planung ins Blaue sein werde.

Im Beschlussvorschlag verpflichteten sich die Gemeindevertreter deshalb auch zur späteren Umsetzung der Parkflächen – wenn es bei der derzeitig geplanten Fördersumme bleibt. Der Vorschlag wurde von allen Politikern abgesegnet.

Im Laufe des Abends fragte die SPD zudem an, ob geplant sei, das Gewerbegebiet Müßentwiete zwischen Pinneberg und Prisdorf gemeinsam mit der Kreisstadt zu erschließen. Hans berichtete, dass es die Idee vor Monaten gegeben habe. „Mehr aber auch nicht.“ Er wolle in den kommenden Monaten das Gespräch mit der Pinneberger Verwaltung suchen.

Während der Sitzung wurde auch die neue Flüchtlingskoordinatorin vorgestellt. Joana Wackernagel hat die Aufgabe am 1. Januar übernommen. Bürgermeister Wilfried Hans (CDU) sagte, er sei „froh und dankbar“ über ihre Bereitschaft, das Amt zu übernehmen. „Sie machen das wirklich toll und behalten den Überblick“, sagte er. Lob für ihr großes Engagement gab es auch für Erika Schröder. Sie hatte die Spieliothek 26 Jahre lang geleitet und gibt ihr Ehrenamt nun auf. Stefanie Wilimzik übernimmt ihre Aufgaben. Zum Dank überreichte Hans ihr einen Blumenstrauß und einen Gutschein.

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