zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

19. August 2017 | 13:54 Uhr

53 Einsätze für Egenbütteler Wehr

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr: Erinnerung an brennendes Reetdach und „tierische“ Einsätze

Der neue Wehrführer Thomas Heidorn hat beschwingt durch die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Egenbüttel geführt. Er erwies sich dabei als spritziger Moderator. „Die nächsten sechs Jahre kriegen wir locker hin“, versprach Heidorn. Der in der Feuerwehrwache versammelten Runde stellte er sich als „Strippenzieher und Elektromeister“ vor. Als Höhepunkt im Jahr 2015 verwies er auf das geplante Pfingstzeltlager der Jugendfeuerwehr. Der Wehrführer versprach, das Event zu unterstützen. Die Wehr rechnet mit über 1000 Teilnehmern.

Im ereignisreichen, vergangenen Jahr wurden 53 Einsätze geleistet, darunter ein Großbrand, sechs Klein- und Mittelbrände und 29 Mal technische Hilfeleistung. Das Jahr 2013 bezeichnete Heidorn als „Jahr, das viel Spaß gemacht hat, aber auch jede Menge Arbeit gebracht hat“.

Der Wehrführer kam auf den Großfeuereinsatz im Januar des vergangenen Jahres zu sprechen. Den Kameraden gelang es, ein in Flammen aufgegangenes Reetdach in Rellingen unter Kontrolle zu bekommen. Sogar Bürgermeisterin Anja Radtke legte Hand an und schmierte Brötchen für die Kameraden. „Wir haben nicht so viel kaputt gemacht“, scherzte Heidorn. Das Haus sei schon wieder bewohnbar.

Unvergessen zwei kuriose Fälle: Die Kameraden wurden gerufen, um ein „biestiges und gut bestücktes“ Eichhörnchen aus einer Gardine zu befreien. Das gelang erfolgreich. „Wir baten den sich im Einsatz befindenden Jäger nicht zu schießen“, scherzte der Wehrführer. Einiges abverlangt wurde der Truppe, als es darum ging, einen Hund aus einem Kaninchenbau zu befreien. „Jens-Thomas, cool wie er ist, zieht das Ding einfach raus und ist nach zwei Minuten mit dem Einsatz durch“, erzählte Heidorn. Mit tragischen Erinnerungen behaftet ist der Verkehrsunfall am 1. Mai 2013. Zu Beginn der Rettungsaktion war das Opfer noch ansprechbar, verstarb aber nur kurze Zeit später am Unfallort. „So dramatische Ereignisse bleiben leider in den Köpfen haften“, bilanzierte der Wehrführer betroffen.

Rellingens Bürgermeisterin Radtke betonte, dass sich der Anspruch an die Kameraden im Laufe der Jahre verändert habe. „Der Schwerpunkt liegt mehr auf der technischen Leistung und nicht mehr so sehr auf dem Brand“, sagte die Rathauschefin.


zur Startseite

von
erstellt am 10.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen