Johann-Comenius-Schule Pinneberg : 500 Ehemalige feiern JCS-Jubiläum

Die Schülerinnen der zwölften Klassen versorgten die Gäste mit Zuckerwatte.
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Die Schülerinnen der zwölften Klassen versorgten die Gäste mit Zuckerwatte.

25-jähriges Bestehen: Großes Fest am Horn 5. Ausstellung ist noch diese Woche in der Johann-Comenius-Schule zu sehen.

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13. Juli 2015, 12:30 Uhr

Pinneberg | Die Schüler der Johann-Comenius-Schule (JCS) Thesdorf hatten sich etwas ganz Besonderes zum 25-jährigen Bestehen ihrer Schule einfallen lassen: den Schüler-Lehrer-Wettkampf. In den Wettbewerben Flossenlaufen, Vierer-Sackhüpfen, Fußball, Wasserbombentennis, Kissenschlacht und Volleyball mussten sich die Pädagogen gegen die Schüler der verschiedenen Jahrgangsstufen messen. „Zum Glück haben wir gewonnen, sonst hätten wir uns einiges anhören müssen“, scherzte Geschichtslehrer Frank Reinicke. Dabei lag der Fokus des Geschichtslehrers weniger auf den sportlichen Wettkämpfen, sondern auf der Ausstellung, die im Foyer eröffnet wurde und noch bis zum Beginn der Schulferien zu sehen sein wird: 25 Jahre Johann-Comenius-Schule.

„Wir haben ein halbes Jahr an der Ausstellung gearbeitet und die Geschichte der Schule aufgearbeitet“, so Reinicke. Zwölf Schülerinnen und ein Schüler der „Arbeitsgemeinschaft Schulgeschichte“ nutzten die Chroniken der Schule als Grundlage für ihre Recherchen. „Diese sind wirklich sehr gut geführt und haben uns eine gute Basis geliefert“, erläuterte der Geschichtslehrer.

Neben verschiedenen Berichten aus dem Schulalltag lasen die Schüler zahlreiche Artikel aus dem Tageblatt, um die bewegte Geschichte der Bildungseinrichtung zu rekonstruieren – von der Realschule zur Gesamt- und letztendlich zur Gemeinschaftsschule. In der Ausstellung wird die Realschulzeit nur kurz dargestellt, dafür nehmen die Diskussionen Ende der 1980er-Jahre einen größeren Teil ein. „Die Idee der Gesamtschule stand damals massiv in der Kritik“, so Reinicke. Doch habe sich der Wechsel gelohnt, wie die Arbeitsgemeinschaft herausfand. In den letzten Jahren als Realschule sei es nur schwer möglich gewesen, eine Klasse zusammenzubekommen.

Geschichtslehrer Frank Reinicke arbeitete mit 13 Schülern die bewegte Geschichte der Schule auf. (Foto: Fröhlig)
Geschichtslehrer Frank Reinicke arbeitete mit 13 Schülern die bewegte Geschichte der Schule auf. (Foto: Fröhlig)
 

„Die Gesamtschule ist direkt vierzügig gestartet. Und der Zulauf ist immer stärker geworden“, sagte Reinicke beim Blick in die Vergangenheit. Den Höhepunkt erlebte die Johann-Comenius-Schule im Jahr 2007. 272 Bewerbungen für 96 Plätze waren eingegangen.

Die Geschichte der Schule wurde auch in der vierten Schulchronik aufgearbeitet, die zum Jubiläum am Sonnabend erstmals verkauft wurde. „Während die Ausstellung viele politische Elemente umfasst, geht es in der Chronik verstärkt um ehemalige Schüler und nachhaltige Projekte, die ins Leben gerufen wurden“, sagte Oberstufenleiter Knut Leweke. Mit 24 Jahren an der JCS zählt er zu den dienstältesten Lehrern in Thesdorf und war neben der Chronik auch für die Organisation des Ehemaligentreffens zum Jubiläum verantwortlich.

„Der Zuspruch ist unglaublich“, freute sich Leweke. Er selbst organisierte Führungen durch das Schulgebäude und war vor allem fasziniert, wie viele ehemalige Realschüler das Angebot nutzen, sich durch ihre alten Klassenräume führen zu lassen. „Es ist schwer zu schätzen, aber ich denke, das 500 bis 600 Ehemalige gekommen sind“, so der Oberstufenleiter. Das Programm mit musikalischen Darbietungen sowie die Verpflegung mit Gegrilltem, Cocktails und Zuckerwatte organisierte der 12. Jahrgang der Schule. „Das könnte auch zukünftig eine Tradition werden“, so Leweke. Denn eine Wiederholung sei bereits geplant, wie Schulleiterin Uta Holst-Timm bestätigte: „Das war ein sehr gelungenes Schulfest und toll zu sehen, wie alle mitgezogen haben. Ich denke, da sind wir in der Pflicht, das in zwei Jahren zu wiederholen.“

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