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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:28 Uhr

Neue GeWoGe : 50 neue Wohnungen für Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Genossenschaft Neue GeWoGe will 2016 das Projekt in der Lindenstraße forcieren. Auch das Ilo-Gelände und das Rehmenfeld-Areal stehen im Fokus.

von
erstellt am 13.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Die in Pinneberg ansässige Wohnbaugenossenschaft Neue GeWoGe, die kreisweit 2207 Wohnungen im Bestand hat, ist weiter auf Erfolgskurs. Auch 2016 planen Kai Lorenz, der bei der GeWoGe gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Hermann die Geschicke lenkt, günstigen Wohnraum für Familien in Elmshorn, Rellingen und Pinneberg zu schaffen.

So soll in der Kreisstadt die Planung eines Neubaus mit etwa 50 Wohnungen, davon etwa 30 Prozent öffentlich gefördert, in der Lindenstraße forciert werden. Das verrieten die beiden Chefs während eines Gesprächs mit dieser Zeitung in den Räumen der Neuen GeWoGe. „Wir haben im letzten Jahr ein Teilstück dazu gekauft, so dass aus dem L-förmigen Grundstück ein rechteckiges Baugrundstück geworden ist“, sagt Hermann. Mit dem Baubeginn rechnen er und Lorenz aber eher im Jahr 2018. Die Investitionssumme steht noch nicht fest.

Das Grundstück befindet sich neben der Ernst-Paasch-Halle. Die Zukunft des Gebäudes ist weiterhin unklar. Kurzfristig war im Gespräch, dass die Neue GeWoGe als Investor das Gebäude für die Stadt zum Kulturzentrum umbaut und die Stadt es mietet. Doch Lorenz stellt klar: „Es gab keine weiteren Gespräche. Es ist zurzeit kein Thema.“ Dafür schafft die Neue GeWoGe in Elmshorn Fakten: An der Gerberstraße plant die Genossenschaft zwei Gebäude mit 51 modernen neuen Wohnungen. Davon sind 16 öffentlich gefördert. Investitionskosten: sieben Millionen Euro. Baubeginn ist im Sommer.

Auch in Rellingen investiert das Unternehmen: An der Meisenstraße baut die Neue GeWoGe zwei neue Gebäude mit insgesamt 25 Wohnungen, davon neun frei finanzierte und 16 öffentlich geförderte. Die Genossenschaft investiert 4,6 Millionen Euro. „Der Bauantrag wurde kurz vor Weihnachten eingereicht“, sagt Lorenz. In den Jahren 2007 bis 2012 hatte das Unternehmen bereits massiv in seinen Bestand investiert. Etwa 58    Millionen Euro flossen in die Modernisierung älterer Gebäude, etwa im Pinneberger Stadtteil Quellental. Dort wurde im vergangenen Jahr die Eröffnung des Neuen-GeWoGe-Nachbarschaftstreffs in der Dr. Carl-Goerdeler-Straße groß gefeiert. Für Lorenz und Hermann ein absolutes Leuchtturmprojekt, das eine gute Nachbarschaft fördern soll.

Aktivitäten und Kurse

„Der Nachbarschaftstreff soll 2016 weiter belebt und intensiviert werden“, sagt Lorenz. Die Initiative dazu sei von den Genossenschaftsmitgliedern selbst ausgegangen. Dort werde nicht nur geklönt und Kaffee getrunken, sondern freiwillige Helfer aus der Nachbarschaft böten zahlreiche Aktivitäten und Kurse an, die sehr gut angenommen werden. „Kochen und Backen ist bei den Jugendlichen sehr beliebt“, sagt er. Auch eine Bibliothek gibt es in dem Nachbarschaftstreff. „Dort kann man Bücher, die einen interessieren, mitnehmen und andere dafür in das Regal stellen.“ Und ja: Auch 2016 wird es ein Quellentalfest geben, das von der Neuen GeWoGe ausgerichtet wird. Termin: 15. Mai. „Es hat die Funktion eines Stadtfests übernommen. Die Vorbereitungen laufen schon“, sagt Lorenz.

Und gibt es weitere Planungen? Lorenz und Hermann machen keinen Hehl aus ihren Wünschen: Das Ilo-Areal, auf dem einst Motoren produziert wurden, haben auch sie im Fokus. „Wir würden uns gern dort engagieren“, sagen Lorenz und Herrmann. Auch am Baugebiet Rehmenfeld haben sie Interesse. „Allgemein bewerten wir die Entwicklung des Wohnmarktes in Pinneberg als sehr positiv“, sagen sie. Das Angebot werde steigen. „Ich als gebürtiger Pinneberger freue mich, dass ich seit einigen Jahren so etwas wie eine Aufbruchstimmung fühle. Wir haben eine Menge erreicht“, sagt Lorenz. „Ich kann mich dem nur anschließen“, so Hermann.

FAKTEN Das ist die Neue GeWoGe

Die Neue GeWoGe Wohnungsbaugenossenschaft wurde am 25. Juli 2005 von sieben Personen mit 41 Geschäftsanteilen im Wert von 8.200.000 Euro gegründet. Sie hat per 31.Dezember 2015: 2066 Mitglieder mit 21.477 Geschäftsanteilen im Wert von 4.295.400 Euro und 2207 Wohnungen im Kreis Pinneberg im Bestand. In den Jahren 2007 bis Ende 2012 wurden insgesamt 1222 Wohnungen an den Standorten Pinneberg, Wedel, Elmshorn, Schenefeld und Tornesch umfangreich modernisiert (Baukostenvolumen: 58 Millionen Euro ). Die Bilanzsumme 2015 liegt voraussichtlich bei  111,50 Millionen Euro.
Nach 16 Monaten Bauzeit stand im August 2012 der Neubau in der Generaloberst-Beck-Straße in Pinneberg zum Einzug bereit. Insgesamt beherbergt das Objekt 42 qualitativ hochwertige Wohnungen, davon sind 13 Wohnungen öffentlich gefördert. Nach 18 Monaten Bauzeit wurden zum 1. September 2015 im Von-Ahlefeldt-Stieg 1-7 insgesamt 32 Wohnungen und eine  Gewerbefläche (etwa 420 Quadratmeter) bezugsfertig.

 
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