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Pinneberg : 50. Geburtstag der Pinneberger Jugendfeuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zum Jubiläum gab es Besuch einer Delegation des Rockville Fire-Departments.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Nicole Nieber strahlte. „Welche andere Jugendfeuerwehr kann berichten, zu ihrem 50. Geburtstag seien sogar Gratulanten aus Amerika angereist?“ So die selbstbewusste Frage der Pinneberger Jugendwartin beim Abschluss und Höhepunkt der Jubiläumsfeier, dem glanzvollen Festball der Pinneberger Wehr im großen Saal des Cap Polonio. Zwölf Personen stark war die Gastdelegation vom Rockville Volunteer Fire-Department, die mit ihrem Besuch zugleich den langjährigen Pinneberger Wehrführer Uwe Kuhlmann ehrte. Denn er hatte 1992 gemeinsam mit dem damaligen Fire-Chief Jack Ferguson die Pinneberg-Rockviller Städtepartnerschaft um die Partnerschaft der beiden Wehren ergänzt.

Für die Gäste aus dem amerikanischen Bundesstaat Maryland war das Fest zudem der harmonische Abschluss einer Reise, die turbulent genug begonnen hatte: Am Dulles-Flughafen der US-Hauptstadt Washington saßen sie erstmal stundenlang in einer defekten Maschine fest. Dann wurde die Gruppe auf mehrere andere Flieger umgebucht und alle verpassten in London ihren Anschluss nach Hamburg. Nachdem sie schließlich sehr verspätet in Fuhlsbüttel gelandet waren, erwartete sie die nächste Panne: Kein einziger Koffer hatte es nach Hamburg geschafft. Dabei stand am Ankunftstag zu ihrer Begrüßung eine Grillparty der Pinneberger Gastgeber auf dem Programm.

Zum Glück waren sie bei der Feuerwehr, wo schnelle Hilfe zum Alltag gehört. Die kam an diesem Tag vom Modehaus Glindmeyer und schon konnten die Gäste sich in frischer Garderobe wohlfühlen. Am nächsten Tag wurden die neuen Klamotten gründlich nass: Die Besucher gerieten während einer Bootsfahrt auf der Elbe in kräftigen Regen. Trotzdem schafften sie es, die Elbphilharmonie, das Miniaturwunderland, das Airbus-Gelände in Finkenwerder und die Feuerwache in Wedel zu besichtigen.

Nach Berlin fuhren sie auch und rechtzeitig zum abschließenden Festball war ihr Gepäck wieder da und sie konnten in vorschriftsmäßiger Ausgehuniform über das Tanzparkett schweben. Als es dann darum ging, Pinnebergs Uwe Kuhlmann für seine Verdienste um die Freundschaft zwischen den beiden Wehren zu ehren, bewies der Rockviller Firefighter-Präsident Timothy Jones, wie gut er sich akklimatisiert hatte. Er begrüßte die Versammlung mit lautstarkem „Moin Moin“.

Dafür garnierten die Pinneberger Redner, außer Kuhlmann auch Bürgermeisterin Urte Steinberg, ihre Ansprachen mit so viel Englisch, dass der ehrenamtliche Dolmetscher gar nicht mehr sicher war, in welche Sprache er eigentlich übersetzen sollte und so unfreiwillig viel zum Spaß des Abends beitrug.

Am Montag, 15. September, machten sich die Brandbekämpfer aus Maryland auf die Heimreise in die Vereinigten Staaten, nicht ohne am Sonntag im Millerntor-Stadion noch das Zweitliga-Match FC St.Pauli gegen den TSV 1860 München miterlebt zu haben.

Die Städtepartnerschaft zwischen Pinneberg und Rockville im US-Bundesstaat Maryland besteht seit 1957. 1984 rief der Pinneberger Arzt Hartmut Nolte dann die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Rockville-Pinneberg ins Leben. Der Kontakt ist seitdem intensiviert worden, besonders Schüleraustäusche werden regelmäßig veranstaltet.
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