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Enkeltrickbetrüger : 45.000 Euro in Pinneberg erbeutet - Versuche auch in Elmshorn

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am gestrigen Donnerstag hat ein Betrüger 45.000 Euro von einer gutgläubigen Rentnerin aus Pinneberg erbeutet.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Immer wieder warnt die Polizei in den Kreisen Segeberg und Pinneberg vor Enkeltrickbetrügern, zuletzt am Mittwoch. Am gestrigen Donnerstag hat ein solcher 45.000 Euro von einer gutgläubigen Rentnerin aus Pinneberg erbeutet.

Der bislang unbekannte Täter hatte sich am Telefon als der Enkel ausgegeben und von einer Notlage erzählt. Es ginge um einen Immobilienkauf. Er bräuchte dringend Unterstützung und bat die Seniorin um Bargeld. Die 84-Jährige glaubte ihm und wollte ihrem Enkel helfen. Sie hob Geld bei ihrer Bank ab. Ganze 45.000 Euro übergab sie, wie abgemacht, dem „guten Freund“ ihres Enkels, der kurz darauf zu ihrer Wohnung kam.

Weil das so gut klappte, dachte sich der Betrüger, er könne vielleicht noch mehr rausholen und bat am Telefon um noch mehr Geld. Wieder machte die Seniorin sich auf den Weg zur Bank. Dort wurde man nun aber hellhörig, so dass Angestellte richtigerweise die Polizei hinzuriefen, weil sie vermuteten, dass die Kundin gerade Opfer eines Betrügers wurde.

Der Betrüger roch den Braten und ließ sich nicht schnappen. Es kam nicht mehr zu der zweiten Übergabe. Bei dem Geldabholer, bzw. dem Betrüger, soll es sich um einen etwa 45-jährigen, dicken Mann mit graumeliertem Haar handeln. Er sprach norddeutsch und war zur Tatzeit schwarz gekleidet.

Versuche auch in Elmshorn

Auch in Elmshorn hat es mindestens einen Versuch gegeben. Am Mittwochvormittag war eine Rentnerin angerufen worden. Sie schenkte dem Anrufer keinen Glauben, legte auf und informierte ihren Sohn, der die Polizei rief.

Jeder, insbesondere Angestellte von Banken, Postbanken oder Geldtransferstellen sollten weiterhin wachsam sein. Der aktuelle Fall in Pinneberg zeigt, dass hier ein noch größerer Schaden für das Opfer eingetreten wäre, hätte die Bank nicht so gehandelt.

Die Polizei warnt daher erneut und rät: Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhaltbestätigen. Verraten Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

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