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Brandschutz in Rellingen : 444.000 Euro für neues Fahrzeug

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bauausschuss berät über Brandschutz-Antrag der Feuerwehren Rellingen und Egenbüttel. Auf der Wunschliste: Sichtschutzwand gegen Gaffer.

Rellingen | Nach 29 Jahren wird es Zeit: Das Löschfahrzeug 16 der Rellinger Ortsfeuerwehr hat seine beste Zeit hinter sich und soll durch einen leistungsstarken Nachfolger ersetzt werden. Am heutigen Dienstag brüten die Mitglieder des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt über die Begehrlichkeit der Kameraden.

Ab 19 Uhr tagt das Gremium im Sitzungssaal des Rathauses an der Hauptstraße, um über einen Haushaltsposten in Höhe von 444  000 Euro abzustimmen. Die Vertreter aller Fraktionen wurden schon am 28. Juli mündlich während des traditionellen Haushaltsvorgesprächs in der Feuerwache über das Begehren informiert.

Jürgen Timm hat danach am 5. August erneut die Fühler ausgestreckt. Der Gemeindewehrführer legte der Verwaltung ein Angebot für das gewünschte HLF 20 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) als Ersatz für das abgängige Löschfahrzeug vor. „Die Beschaffung wäre europaweit auszuschreiben“, so der oberste Brandbekämpfer. Die Verwaltung legt möglicherweise den Grundstein: Die Politiker werden heute im Hinterkopf haben, dass die Beschaffung von Löschfahrzeugen förderfähig ist. „Es wäre wie in den Vorjahren mit einer Förderung von zehn Prozent vom Anschaffungspreis zu rechnen“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Haushaltsmittel müssten im Finanzplan unter dem Punkt Brandschutz Rellingen zur Verfügung gestellt werden. Bevor es ans Eingemachte geht, wird heute die Spitze der Ortswehr Rellingen die Begründung für die notwendige Ersatzbeschaffung vorlegen.

Materialschlacht gerecht werden

Doch dabei dürfte es nicht bleiben. Auf der Tagesordnung stehen auch Ersatzbeschaffungen. Um der regelmäßigen Materialschlacht bei Einsätzen gerecht zu werden, sollen gemeinsam für die Wehren Rellingen und Egenbüttel Summen in Höhe von 41.950 Euro für Rellingen und für die Nachbarwehr in Höhe von 15.170 Euro für Material im Haushalt 2016 unter dem Punkt Brandschutz eingestellt werden.

Aus 15 Positionen setzt sich die Liste zusammen. Um beispielsweise lästige Gaffer am Einsatzort in die Schranken zu weisen und beispielsweise keine unnötigen Staus von vorbeifahrenden Autos zu provozieren, wäre die Anschaffung einer Quickscreen Sichtschutzwand inklusive Ständerset für 1000 Euro aus Sicht der Retter sinnvoll. Des Weiteren steht Computer-Hardware für das neue Feuerwehrprogramm bezüglich Gerätepflege, Wartung und Büro für 2000 Euro auf der Wunschliste. Kostspieligste Anschaffung sind laut Vorgabe fünf Energieboxen für die alte Fahrzeughalle. 5200 Euro schlagen zu Buche.

Die Kameraden aus Egenbüttel hoffen auf die Einsicht von Seiten der Politik. 16 Einzelposten stehen auf der Wunschliste. Dazu gehören fünf Atemschutzmasken für 1400 Euro, drei Funkmelder für 1350 Euro, zwei Kabeltrommeln für 1400 Euro sowie Einreißhaken in Höhe von 360 Euro und ein Pistolenstrahlrohr. Kosten dafür: 380 Euro.

 

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erstellt am 18.Aug.2015 | 14:15 Uhr

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