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Kreis Pinneberg : 44 Polizisten bei Übergriffen verletzt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Attacken auf Beamte werden „brutaler, hinterlistiger und unvorhersehbarer“, sagt Jürgen Börner vom Landespolizeiamt.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Insgesamt 260 Polizisten wurden im vergangenen Jahr im Kreis Pinneberg attackiert, 44 von ihnen verletzt. Diese Zahlen gab das Landespolizeiamt gestern auf Nachfrage bekannt. 123 Angriffe – zum Teil mit mehreren attackierten Polizisten – wurden erfasst: 33 davon in Pinneberg, 31 in Elmshorn, der Rest verteilt sich auf das weitere Kreisgebiet. Die Zahlen sind zwar Rückläufig (2012: 142 Übergriffe; 2011: 129). Aber das sei kein Grund zum Aufatmen, so Jürgen Börner vom Landespolizeiamt.

Zum einen seien 260 attackierte Beamte immer noch 260 zu viel, sagte Börner. Zum anderen würden die Übergriffe immer „brutaler, hinterlistiger und unvorhersehbarer“: „Auch eine normale Personenkontrolle kann schon eskalieren.“ Wie der Kreis Pinneberg im landesweiten Vergleich dastehe, wollte Börner nicht bewerten: „Hierzu müssen die Zahlen noch detailliert ausgewertet werden.“

In der Polizeistatistik für 2014 wird ein Fall vom vergangenen Wochenende in Elmshorn auftauchen. Dort hatten zwei Polizisten beobachtet, wie ein 18-Jähriger eine junge Frau bedrängte. Als die Beamten eingriffen, wurden sie von dem jungen Mann attackiert. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder hat inzwischen gefordert, Einsatzkräfte mit kleinen Kameras am Körper – sogenannten „Bodycams“ – auszustatten. Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner betonte: „Jedem muss klar sein: Wer Polizeibeamte angreift, greift Rechtsstaat und Demokratie an.“

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