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Rotarier planen bereits das vierte Rennen : 4150 Enten färben die Pinnau gelb

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Pinneberg | „Wir sind komplett ausverkauft“, freute sich Dirk Matzen, Organisator des dritten rotarischen Entenrennens auf der Pinnau, während er zusammen mit den Mitgliedern des Rotary Clubs Schenefeld die beiden Bauschuttsäcke – gefüllt mit 4150 quitschgelben Enten – auf der Pinnaubrücke am Hindenburgdamm positionierte. Gespannt warteten hunderte Besucher auf den Start, doch zunächst passierte nichts.

„Wir hatten ein technisches Problem mit dem Kran“, sagte Matzen. Statt des Plätscherns der Pinnau beim Aufprall der Enten war daher nur der durchdringende Warnton des THW-Krans zu hören. Als dieser kurzfristig verstummte, gab es Szenenapplaus. Doch war die Stille nur von kurzer Dauer. Also den Kran zurück auf die Ausgangsposition und dann der zweite Versuch.

Diesmal erhoben sich die beiden Bauschuttsäcke über die Köpfe der Zuschauer und dann über das Brückengeländer. Die Zuschauer zählten von zehn runter, dann durften Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und ihre Schenefelder Kollegin Christiane Küchenhof (SPD) die Sichererungsleinen ziehen. Die mehr als 4000 Plastikenten sausten in die Tiefe und bildeten einen gelben Teppich auf der Pinnau, der sich langsam in Bewegung setzte, um die etwa 300 Meter lange Strecke bis zum Ziel zurückzulegen. In einem Boot erwarteten die Rotarier die „Rennenten“ und zogen die ersten 50 aus dem Wasser. Für den Besitzer der schnellsten Ente gab es ein eBike im Wert von 2400 Euro. Auf den Zweitplatzierten wartete eine Kreuzfahrt.

Am Ende des Feldes räumte Christine Quellmann auf, die von den Zuschauern schnell den Spitznamen „Entenmama“ erhalten hatte. Jede Quitscheente, die sich an einem Stein oder Ast verfangen hatte, erhielt von ihr einen kleinen Schups mit dem Paddel, um so doch noch das Ziel zu erreichen.

Mit den Einnahmen wollen die Rotarier Sprachkurse für Flüchtlinge in Pinneberg und Schenefeld unterstützten. „Die Sprache ist der wichtigste Aspekt bei der Integration und wir wollen dabei helfen“, sagte Matzen. Die vierte Auflage des Entenrennens im kommenden Jahr sei so gut wie sicher: „Nach dem Erfolg in diesem Jahr bin ich zuversichtlich, dass wir es wieder durchführen“, sagte er. Dann wolle er die 5  000er-Marke anpeilen. „Man muss sich ja immer höhere Ziele setzen.“

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