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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 01:40 Uhr

Green Screen : 400 Besucher sind begeistert

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Großer Andrang bei Green-Screen-Vorführung in Elmshorn: Fast 400 Menschen sahen drei Naturfilme in der Elsa-Brändström-Schule.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Das hatte keiner erwartet: Papa-Storch tötet sein eigenes Junges. Plötzlich wurde es still in der Aula der Elsa-Brändström-Schule in Elmshorn, in der am Mittwochabend drei Naturfilme gezeigt wurden. Dabei nahm der erste, „Unter Störchen – Ein Dorf im Vogelfieber“, kurzzeitig eine dramatische Wendung, als der Alt-Storch beschloss, seine beiden Jungtiere vor der Ansteckung zu schützen, und das dritte, kranke zu töten. Ein kurzer Moment, in dem das Entsetzen der knapp 400 Zuschauer zu spüren war.

Sie waren der Einladung des Pinneberger A. Beig-Verlags, der Ihre Zeitung herausgibt, und des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (sh:z) gefolgt, sich die drei Werke anzusehen und anschließend darüber abzustimmen, welcher Filmemacher am Sonnabend, 12. September, bei Europas größtem Naturfilmfestival Green Screen in Eckernförde mit dem sh:z-Publikumspreis ausgezeichnet werden soll.

In 16 Städten wird abgestimmt – für die Veranstalter ist Elmshorn alljährlich ein Höhepunkt. „Nach Neumünster, wo 500 Menschen dabei waren, haben wir die meisten Zuschauer in Elmshorn“, sagte Michael van Bürk, Sprecher des Naturfilmfestivals, das vom 10. bis 14. September stattfindet und 15.000 Zuschauer aus der ganzen Welt an die Ostsee lockt.

Faszinierende Tiere und atemberaubende Naturlandschaften in allen drei Filmen: Da fiel das Abstimmen den Zuschauern am Ende gar nicht so leicht. (Foto: Mertin)
Faszinierende Tiere und atemberaubende Naturlandschaften in allen drei Filmen: Da fiel das Abstimmen den Zuschauern am Ende gar nicht so leicht. (Foto: Mertin)
 

Fast alle Zuschauer stimmten nach der Vorstellung in Elmshorn ab. Das Ergebnis werde aber noch nicht verraten, sagte Bürk. Dieses Jahr haben Herbert Ostwald mit seinem Film über Störche im brandenburgischen Rühstädt, Joe Loncraine und Mike Birkhead mit ihrem Streifen „Wildes Sri Lanka – Waldwelt“ und Ulf Marquardt mit „Hamiltons Abenteuer – Seekühe mal ganz anders“ die Chance auf den Publikumspreis, der laut van Bürk unter den Filmemachern großes Ansehen genießt. „Weil eben keine Fachjury urteilt, sondern das Publikum“, sagte van Bürk.

Der Storch als Publikumsliebling

Das Publikum bildete sich schnell seine Meinung. Besonders beliebt: die Störche in Rühstädt. „Der Film war in sich geschlossener als der über Sri Lanka. Der war zwar besonders eindrucksvoll, aber doch etwas verwirrend“, befand Gerhard Winneke aus Pinneberg nach den ersten beiden Filmen. Die zehnjährige Kristina aus Sparrieshoop sah das ähnlich: „Im Storchenfilm stand eine Tierart im Vordergrund“, sagte sie. „Dazu kommt, dass wir erst vor Kurzem in Rühstädt waren.“ Auch Birgit Vanselow aus Elmshorn hatte in der Pause schon entschieden: „Ich stimme entweder für den Storchenfilm oder den Streifen über Seekühe, der gleich folgt. Insekten sind nicht so meins.“

Gelächter gab es, als die aufgebrachte Storchen-Frau ihren Mann und dessen Geliebte aus dem gemeinsamen Nest verscheuchte und die Eier der beiden zerstörte. Oder als Seekuh Hamilton sich die Zähne an einem Bootstau schrubbte.

Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was während des neunten Green Screen Festivals, zu sehen sein wird. Mehr als 100 Filme werden dabei gezeigt. Informationen zum Festivalprogramm, Kartenpreisen, Filmen und Allgemeines rund um das Naturfilmfestival gibt es im Internet.

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