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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 18:19 Uhr

3500 Kilometer lange Traumküste

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Honorarkonsul Professor Horst Siedentopf begeistert mit Marokko-Vortrag

Orient, Palmen, Wüste, Hitze, Gebirge, mildes Klima – das sind einige Extreme, die Marokko definieren. „Bestimmt waren schon einige Zuhörer in Marokko, aber ich denke, dass ich doch noch ein paar Neuigkeiten berichten kann“, sagte Professor Horst Siedentopf während seines Vortrags im Tennisrestaurant Zum Netzroller in Halstenbek-Krupunder.

Der Senioren Union (SU) Halstenbek war es gelungen, den Honorarkonsul des Königreichs Marokko einzuladen. Etwa 50   Interessierte kamen, um Marokko in Bildern, Landkarte, Geschichte, Politik, Religion und Wirtschaft zu genießen und über Probleme zu reden.

„Ich freue mich, dass so ein großes Interesse besteht. Marokko ist aber auch ein tolles und interessantes Land und bietet landschaftlich und kulinarisch sehr viel“, betonte Heinz Wöhler, Vorsitzender der SU.

Nachdem Siedentopf drei Jahre als Konsul für Norwegen arbeitete, hat er vor acht Jahren Marokko übernommen. Er gab den Gästen einen kurzen Überblick über den Geschichtsverlauf des Landes. Das Königreich im Nordwesten Afrikas erstreckt sich über eine Fläche von etwa 446  550 Quadratkilometern. 1956 erlangte es seine Unabhängigkeit und ist seit 1996 eine konstitutionelle Monarchie.

Erst mit dem König Mohammed VI im Jahr 1999 wurde die Frauen- und Familienpolitik drastisch verändert und ein großer Schritt in die Gegenwart eingeleitet. „Es laufen heutzutage mehr Frauen dort über die Straßen, die kein Kopftuch tragen. Es ist sehr selten, wenn man welche mit Tüchern sieht“, sagte Siedentopf.

Das Königreich Marokko hat eine 512 Kilometer lange Mittelmeerküste sowie eine 3000 Kilometer lange Atlantikküste. „An die Küste kann nman das ganze Jahr fahren. Doch ins Landesinnere würde ich eher im Frühjahr und Herbst fahren“, riet der Honorarkonsul.

Besonders die kulinarischen Köstlichkeiten lobte Siedentopf. „Dort gibt es keine ausgefallene Küche. Es ist einfach gehalten, aber dafür exzellent“, so Siedentopf.

Doch auch die Probleme des Landes ließ er nicht außen vor: „Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch, vor allem bei den Jugendlichen.“ Auch das Analphabetentum sei ein Problem des Landes. „Es ist ein Teufelskreis“, so der Konsul.

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