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„Klares Bekenntnis zu Pinneberg“ : 3,5 Millionen-Investition in den Druckstandort Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther ist einer der Ehrengäste bei der Feierstunde.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2017 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Mit einer Millionen-Investition hat der A. Beig-Verlag den Druckstandort Pinneberg gesichert. Gestern Nachmittag nahm Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) im Rahmen eines Festakts die neue Versandanlage in Betrieb. „Dies dokumentiert nicht nur unsere Verbundenheit zur Region, sondern auch unseren festen Glauben an Printprodukte“, sagte Axel Gleie, Geschäftsführer der mh:n/NOZ-Mediengruppe, die auch diese Tageszeitung herausgibt. Die neue Anlage stärke den Kern der Unternehmensgruppe und sichere direkt im Druckzentrum rund 300 Arbeitsplätze sowie indirekt weitere etwa 600 Jobs in Vollzeit und Teilzeit beim A. Beig-Verlag im Kreis Pinneberg.

Ministerpräsident Daniel Günther unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der Investition für Schleswig-Holstein als Druckstandort. Er freute sich über das „klare Bekenntnis zum Standort und das klare Bekenntnis zum Print“. In einer anekdotenreichen Rede erzählte er auch, dass er während der Woche seine Tageszeitung als E-Paper lese, am Wochenende aber stets zum gedruckten Papier greife: „Es ist einfach ein anderes Gefühl.“

Auch Pinnebergs Bürgermeister Urte Steinberg (parteilos) gehörte zu den Gästen. Aus ihrer Sicht stärkt die Investition die Stadt und die gesamte Region: „Das ist ein Plus, nicht nur für die Kunden, sondern auch für die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Die Pinneberger Druckerei gehört zu den drei größten Druckereien im Land. Dort werden pro Jahr mehr als 90 Millionen Zeitungen gedruckt und mehr als 350 Millionen Beilagen verarbeitet. Die neue Technik gibt der Druckerei mehr Flexibilität und erhöht nochmals die Stabilität der Produktion.

Ministerpräsident Daniel Günther (Mitte) gehörte zu den Gästen der Feierstunde.
Ministerpräsident Daniel Günther (Mitte) gehörte zu den Gästen der Feierstunde. Foto: Dirbach
 

Die Versandanlage, für die ein Anbau an das bestehende Druckzentrum nötig war, ist mit 3,5 Millionen Euro eine der größten Einzelinvestitionen, die der A. Beig-Verlag in seiner fast 175-jährigen Geschichte getätigt hat. „Print lebt“, betonte Geschäftsführer Axel Gleie. Die Anlage sei nicht nur das Bekenntnis des A. Beig-Verlags zu gedruckten Produkten, sondern auch das seiner Kunden. „Auf ihren Wunsch hin haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. Diese Investition sichert den Fortbestand unserer guten Partnerschaften. Dafür danke ich dem Wochenblatt-Verlag Schrader, der taz, dem Kicker, Bobeck Medien und dem Merse-Verlag“, sagte Gleie.

Diesen Dank gaben einige der Druckkunden zurück. So lässt beispielsweise die Tageszeitung taz ihre Ausgaben für Norddeutschland bereits seit 1985 in Pinneberg drucken. Franz Schilling, Vertriebsleiter des taz-Verlags sagte: „Für uns spielt dabei auch der zentrale Standort im Norden Deutschlands eine entscheidende Rolle.“ Stephan Schrader, Geschäftsführer des Wochenblatt-Verlags mit wöchentlich mehr als 400.000 Exemplaren, betonte: „Es ist eine Investition in Stabilität und Kontinuität.“

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