zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 22:34 Uhr

Wettbewerb : 28 Vorleser kämpfen um Platz 1

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schüler messen ihre Kräfte beim Vortrag ihrer Lieblingsbuchstellen. Geister, Trolle und Kater sind zu Gast im Ratsaal.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2016 | 13:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Mürrische Kater, ein Geist oder ein Trollbär, der viel größer und gefährlicher als ein normaler Bär ist – von solchen Figuren wird im Saal des Pinneberger Rathauses normalerweise weniger gesprochen. Doch einmal im Jahr ist das anders. Im Vorlesewettbewerb treten 28 Kinder, die zu den besten Vorlesern ihrer Schule gekürt worden sind, gegeneinander an. Die beiden Sieger aus den Wettbewerbsbezirken Pinneberg Nord und Süd werden zudem in den kommenden Wochen in dem Wettbewerb auf Bezirksebene ihre Kräfte messen. Veranstaltet wird das Wettlesen seit 57 Jahren vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. In Pinneberg organisiert Sabine Körner von der Kinder- und Jugendbuchhandlung Körner Lesen und Spielen als Erlebnis das Lesetunier.

Aber was macht eigentlich einen guten Vorleser aus? „Wir achten darauf, ob jemand gut betonen kann, ob er zu schnell, zu leise spricht oder Endsilben vernuschelt“, erklärt Michael Haase. Der Leiter der Stadtbücherei Uetersen sitzt zusammen mit Lehrern und Mitarbeitern von Spielwarenläden in der Jury, die über das Können der Leser urteilt. Ein Teilnehmer ist der zwölfjährige Julius Gerdts vom Johann-Rist-Gymnasium in Wedel. „Ich habe seit Weihnachten vier Harry-Potter-Bände durchgelesen“, erzählt der Lesefan. Beim Wettbewerb liest er aus dem Roman „Die Gespensterjäger im Feuerspuk“ von Cornelia Funke und beeindruckt dadurch, dass er die Figuren mit unterschiedlicher Stimme sprechen lässt. Gerdts krächzt, wenn in dem ausgesuchten Buch ein alter Mann spricht oder zieht die Silben in die Länge, wenn ein Geist etwas sagt.

Ein richtiger Vielleser ist auch Ben Stroß, der für die Caspar-Voght-Schule in Rellingen antritt. „Manchmal lese ich ein Buch an einem Tag durch“, erzählt er. Auch in seinem Wettbewerbsbeitrag geht es mysteriös zu. In seiner ausgewählten Textstelle aus dem Roman „Das Geheimnis im 13. Stock“, geschrieben von Sid Fleischmann, geht es um einen Jungen, dessen Schwester verschwunden ist.

Lesen bleibt im Trend

Bei dem Wettbewerb wird zum einen deutlich, dass Lesen bei Kindern trotz Fernsehen und wachsenden Unterhaltungsangeboten im Internet immer noch im Trend liegt. Für Teilnehmer Julius liegt das auch daran, dass Bücher immer zur Verfügung stehen. „Ich kann überall lesen. Ob Zuhause oder in der Schulpause“, so der Schüler.

Zum anderen zeigt die Veranstaltung aber auch, wie facettenreich die Kinder- und Jugendbuchliteratur ist. Von Spukgeschichten bis Fantasy, von Pferderomanen bis zu Geschichten über ein Mädchen aus Afrika hört das Publikum eine bunte Mischung unterschiedlichster Genres. Am Ende gewinnen Sophia Hühnert von der Bismarckschule in Elmshorn und Tim Reimers vom Gymnasium Schenefeld. Sie werden zu den Bezirkswettbewerben eingeladen, um ihren Bezirk zu vertreten.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert