Mit interaktiver Karte : 25. Tag des offenen Denkmals im Kreis Pinneberg

Engagierte Geschichtsfreunde vor dem historischen Gutshaus  – erbaut gegen 1900 – das heute die Schülerschule und die Geschichtswerkstatt beherbergt.
Engagierte Geschichtsfreunde vor dem historischen Gutshaus – erbaut gegen 1900 – das heute die Schülerschule und die Geschichtswerkstatt beherbergt.

Kultur-Denkmäler präsentieren sich am 9. September. Organisatoren und Vereine aus dem Kreis stellen ihr Programm vor.

shz.de von
30. August 2018, 14:30 Uhr

Kreis Pinneberg | Seit 1993 findet immer am zweiten Sonntag im September der Tag des offenen Denkmals statt. Die Veranstaltungen sind für die Besucher kostenfrei und zeigen sonst nicht Zugängliches oder neue unbekannte Details von Denkmalen. In der Geschichtswerkstatt, die sich im ehemaligen Gutshaus Waldenau – selbst ein Ort mit bewegter Vergangenheit – befindet stellten die Organisatoren das Veranstaltungsprogramm für den Kreis Pinneberg vor. Das Motto in diesem Jahr lautet „Entdecken, was uns verbindet".

Der Kreis Pinneberg war von Anfang an mit dabei und kann ebenso auf 25 Jahre „Tag des offenen Denkmals“ zurückblicken. Zum ersten Mal vor Ort ist Antje Merse, die neu im Kreishaus für den Fachbereich Gebäudemanagement und Denkmal zuständig ist. Ebenso bei der Vorstellungsrunde: Landrat Oliver Stolz, der die Wichtigkeit der langjährigen Veranstaltungsreihe und das vorbildliche Engagement der lokalen Akteure betonte. „Besonderer Dank gelten Lothar Schneider und Harald Schulz für das Layout des Progamm-Faltblatts, das sie jedes Jahr ehrenamtlich erstellen“, würdigte Stolz. Sowohl Schulz (erster Vorsitzender) und auch Schneider sind im Vorstand der Kulturgemeinschaft Tornesch aktiv.

Vorstellungsrunde in historischen Mauern.
Holger Bass
Vorstellungsrunde in historischen Mauern.
 

Auf Anregung des Europarates wird in der Bundesrepublik Deutschland seit 1993 der „Tag des offenen Denkmals“ begangen, um so Verständnis für die vielfältigen Anliegen des Denkmalschuzes und der Denkmalpflege zu vermitteln und damit zur Bewahrung des Reichtums und der Vielfalt des kulturellen Erbes beizutragen.

Im Rahmen der „European heritage days“ werden Kulturdenkmale geöffnet, die sonst nicht zugänglich sind, die gerade restauriert werden oder aus sonstigen Gründen von erhöhtem öffentlichen Interesse sind.

Führungen und bunte Rahmenprogramme

Führungen und bunte Rahmenprogramme trügen dazu bei, die Denkmale erlebbar zu machen. Damit solle das Augenmerk aller Bürger verstärkt auf das Thema Denkmalschutz gelenkt werden. Der „Tag des offenen Denkmals“ soll den Interessierten einen ganz neuen Blick auf alt vertraute Dinge vermitteln.

Die Veranstaltungen im Kreis Pinneberg im Überblick:

 

Architektur und Kunst drücken seit jeher den Wunsch ihrer Erbauer, Erschaffer und Auftraggeber aus, Schönheit, Wohlstand, weltliche und religiöse Machtansprüche abzubilden. Dies geschehe in der Auswahl an Farben, Formen und Materialien. „Vieles von dem was früher gebaut wurde, nehmen wir als selbstverständlich wahr. Aber hinter jedem Denkmal stehen bestimmte kulturelle und soziale Verhältnisse aus der Zeit seiner Entstehung und der Nutzung“, heiß es aus dem Kreis-Fachbereich Denkmal. Heimatvereine, Interessenverbände, Vertreter der Kirchen und andere Protagonisten haben zusammen mit der unteren Denkmalschutz-Behörde abwechslungsreiches Programm erstellt. Das kreisweiten Veranstaltungen wird in einem Faltblatt vorgestellt. Die Informationen werden bei der Kreisverwaltung gesammelt und aufbereitet.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen