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Kreis Pinneberg : 25.000 Euro Förderung für Sportvereine

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Dachverband und Sparkasse Südholstein unterstützen 28 Vereinsprojekte im Kreis Pinneberg. Investitionen von insgesamt 126.000 Euro wurden mit der Finanzspritze ermöglicht.

Kreis Pinneberg | So richtig konnte Wilfred Diekert nicht erklären, was für ein Sportgerät er da gerade beantragt hatte. Der ehemalige Bundesligaschiedsrichter und Vorsitzende des TuS Appen ist zwar Fußballexperte. Doch sein Verein ist mit acht Abteilungen breit aufgestellt. Und so musste er sich bei der Beschreibung der „rollbaren Leichtbodenturnmatte“ Hilfe von Bettina Treda, Turntrainerin des SV Hörnerkirchen, holen. Sie konnte nicht nur das Turnmaterial erklären, sondern sagte: „Die Matten haben wir auch. Sie sind aber schon in die Jahre gekommen.“ Da wusste der Schiedsrichterobmann Diekert Rat: „Dann bist du doch genau richtig heute. Beantrage eine neue.“

Am Montagabend ging es in der Sporthalle der Grundschule Hörnerkirchen vor allem um Sportgeräte. 28 Vereine im Kreis Pinneberg wurden im Laufe des Jahres aus dem Sportförderfonds bedacht, der im Jahr 2000 von der Sparkasse Südholstein und dem Kreissportverband Pinneberg ins Leben gerufen worden war. 25.000 Euro wurden in diesem Jahr an Unterstützungen für die Anschaffung langlebiger Sportgeräten im Gesamtwert von 126.399,53 Euro ausgezahlt.

„Ohne sie alle gäbe es das hier nicht“, sagte Andreas Knappe, Direktor im Geschäftsbereich Filialgeschäft der Sparkasse, an die Vereine gerichtet. Er ergänzte: „Ehrenamtliche Hilfe ist im Sport elementar.“ Daher freue er sich, dass die Sparkasse Projekte unterstützen und mit Übungsmaterial helfen könne. Finanziert werde die Förderung aus dem Lotteriesparen. Kunden der Bank können Lose für fünf Euro kaufen. Vier Euro werden angespart, 75 Cent fließen in die Lotterie und 25 Cent werden für soziale Zwecke ausgeschüttet.

„Viele Gemeinden im Kreis Pinneberg verabschieden sich in Zeiten der Konsolidierung und der Rettungsschirme von der Förderung langlebiger Sportgeräte. Daher ist das bemerkenswerte, nachhaltig finanzielle Engagement unserer Sparkasse unverzichtbar“, sagte Karsten Tiedemann, Geschäftsführer des Kreissportverbands Pinneberg (KSV). 33 Anträge seien bei ihm eingegangen. Fünf wurden demnach abgelehnt: Einer kam nach dem Bewerbungsschluss an. Vier Vereine hatten erst im vergangenen Jahr Fördergeld bekommen.

Vereine, halten die Seele der Gemeinden zusammen

Sönke-Peter Hansen, Vorsitzender des KSV, sagte: „Die Sparkasse sorgt bei vielen Vereinen und beim KSV für eine gewisse Planungssicherheit. Hoffentlich schließt sie auch weiterhin die große Finanzierungslücke im Sport.“ Hansen machte auf die Bedeutung der Sportvereine aufmerksam: „Der Sportverein ist neben der Feuerwehr, die löscht, wenn es brennt, die Institution, die die Seele der Gemeinde zusammenhält.“ Nach einem Umzug etwa sei die Mitgliedschaft in einem Sportverein eine normale Entscheidung, um schnell Anschluss zu finden.

Daher betonte KSV-Geschäftsführer Tiedemann auch die Bedeutung der Sportvereine in Bezug auf steigende Flüchtlingszahlen. In den Herkunftsländern der Menschen sei etwa der Boxsport populär. „Viele Sportarten wie das Boxen werden sicherlich einen deutlichen Zulauf erfahren.“ So wurde aus dem Förderfonds unter anderem ein Boxring gefördert. Hinzu kamen Billiard- und Tischtennistische, Tore, eine Zeitmessanlage und sogar ein Segelflugzeug.

Die Leistungsturnierinnen Lara Koopmann, Lena Hachmeister und Madeleine Arp vom SV Hörnerkirchen zeigten den Besuchern ihr Können am neuen – und ebenfalls geförderten – Sprungtisch. Einen Tipp gab Tiedeman den übrigen Vereinsleuten noch mit auf den Weg: „Wenn sie den Hauch einer Idee für eine Investition haben, melden Sie sich bei uns.“ Informationen zur Förderung erhalten Vereine auf der Webseite des Kreissportverbands Pinneberg.

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erstellt am 26.Nov.2014 | 12:00 Uhr

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