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Pinneberger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 01:41 Uhr

24 Nationen feiern in Pinneberg

vom

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Mehr als 80 Teilnehmer aus 24 verschiedenen Ländern waren zum Interkulturellen Sommerfest an der Pinneberger Christuskirche zusammengekommen. Egal ob sie aus Ägypten oder Armenien, aus Togo oder Vietnam kommen - alle Gäste leben mittlerweile im Kreis Pinneberg und hoffen in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Um den Start für das neue Leben in einem fremden Land zu erleichtern, bietet der Diakonieverein Migration verschiedene Integrationskurse an. Dabei lernen die Teilnehmer nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch viel Wissenswertes über das Leben und die Kultur Deutschlands. Während des Sommerfests sollten alle Kursteilnehmer nun auch die Gelegenheit haben, einander besser kennenzulernen. "Solche Veranstaltungen verbinden. Sie vermitteln das Gefühl, nicht allein zu sein", betont Karen Fischer, pädagogische Leiterin der Integrationskurse.

Das Fest begann mit einer Vorstellung der Aktivitäten in den vergangenen Monaten - gleichzeitig ein guter Überblick über die Fortschritte in den einzelnen Kursstufen. Als erstes durften sich die Neuankömmlinge im Kreis Pinneberg vorstellen, auf Deutsch erklären sie stammen. Dass die Sprachlehrer dann die Vorstellung in den Landessprachen ihrer jeweiligen Schüler - ob Thai oder Polnisch - wiederholen mussten, sorgte für Heiterkeit.

Teilnehmerinnen des Frauenintegrationskurses berichteten von ihrem Besuch an Pinneberger Grundschulen, wo sie sich über mögliche Angebote für ihre Kinder informierten.

Besonders viel Spaß hatten die Teilnehmer des Jugendkurses. "Unsere Teilnehmer kommen teilweise auch aus Itzehoe oder Altona", erklärt Ludger Fischer von der Diakonie. In ganz Schleswig-Holstein würden kaum spezielle Kurse für junge Einwanderer angeboten, die Nachfrage in Pinneberg ist daher groß. Die Teilnehmer lernen nicht nur Deutsch, sondern besuchen auch Land - und Bundestag, das Berufsinformationszentrum oder die Drogenberatung. Mit einer Fotopräsentation berichteten drei Teilnehmer von ihrem Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg. Drehleiter fahren, Hindernisparcours absolvieren und mit dem Hochdruckschlauch Zielscheiben abschießen - das macht viel Spaß, hat aber auch einen ernsthaften Hintergrund. Karen Fischer forderte die Einwanderer auf: "Engagieren Sie sich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Gehen Sie in den Fußballverein." Vereine und Ehrenämter seien gute Möglichkeiten, um Deutsche privat kennenzulernen und seine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Nach den Präsentationen ging das Fest erst richtig los.. Trotz regnerischen Wetters konnte auf der Wiese vor dem Gemeindezentrum gefeiert werden - die Organisatoren hatten sicherheitshalber ein großes Festzelt für alle Gäste organisiert.

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