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Schröder sagt Bundesmittel zu : 24 Millionen Euro für die Kaserne in Appen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Beim Besuch von Ole Schröder und Ingbert Liebing in der Unteroffizierschule der Luftwaffe, machten sich die Politiker auch selbst ein Bild von den Unterkünften.

Appen | Ole Schröder, Bundestagsabgeordneter und parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenministerium (CDU), hat der Unteroffizierschule der Luftwaffe Bundesmittel in Höhe von 24 Millionen Euro zugesagt. Das Geld soll für die Infrastruktur eingesetzt werden. Die Unterkunftsgebäude, das Leitungsnetz für Trink- und Löschwasser sowie die Wärmeversorgung sollen mit dem Geld saniert werden. Schröder betonte, dass die Baumaßnahmen durch mittelständische Handwerksbetriebe vor Ort erledigt werden. Dadurch werde die regionale Wirtschaft gestärkt. „Diese umfangreichen Investitionen sind zudem ein starkes Zeichen für den Erhalt des Standorts Appen. Derzeit leben, lernen und arbeiten dort 370 Menschen.

Die Unteroffizierschule ist auch eine von vier Modellstandorten bundesweit, an denen die Stuben neu ausgestattet werden. Nach dem Willen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll  in jeder Stube  künftig ein Flachbildschirm, ein Kühlschrank und ein großer Spiegel vorhanden sein, berichtete Markus Kurczyk, Kommandeur der Schule. Schröder machte sich  davon mit Ingbert Liebing, Landesvorsitzender der CDU Schleswig-Holstein, selbst ein Bild.

Stubenbesuch der von der Politik

Damit hatten die Lehrgangsteilnehmer nicht gerechnet: Beim Besuch von Ole Schröder, Bundestagsabgeordneter und parlamentarischer Staatssekretär beim Innenministerium (CDU) und Ingbert Liebing, Landesvorsitzender der CDU Schleswig-Holstein in der Unteroffizierschule der Luftwaffe, machten sich die Politiker auch selbst ein Bild von den Unterkünften.

Zum Glück hatten die Lehrgangsteilnehmer Christoph Eggert und Rick Fichtner ihre Stube aufgeräumt und machten so einen guten Eindruck. Die Stuben wurden erst kürzlich renoviert und aufgestockt. Nun befinden sich auch ein Flachbildschirm, ein Spiegel, eine große Lampe und ein Kühlschrank in jedem der Räume. Langfristig soll auch jeder Soldat eine Einzelunterbringung bekommen, so Markus Kurczyk, Kommandeur der Unteroffizierschule. Die Kaserne ist eine von vier Modell-Unterkünften, nach deren Vorbild alle Kasernen ausgestattet werden sollen. Die Investitionen seien wichtig für die Bundeswehr, um in der Arbeitswelt attraktiv zu bleiben, so Kurczyk. Der Kommandeur erläuterte die vielfältigen Karrieremöglichkeiten. „Wer die Bundeswehr als Arbeitgeber kennt, verliebt sich in sie.“

Seit Längerem wird gebaut in Appen: Dächer und Leitungsnetze wurden beispielsweise erneuert. Da kam die Finanzspritze von Schröder gerade recht: 24 Millionen Euro will der Bund in Infrastrukturmaßnahmen stecken. Geplant ist auch der Bau einer zweiten Turnhalle. „Sie soll kommen. Es ist nur die Frage, wann“, sagte Schröder. Vor 2017 sei dies jedoch nicht zu realisieren.

Albigs Lösung nicht ideal

Nicht allzu begeistert war Schröder von den Plänen des Ministerpräsidenten Torsten Albig, 3000 Flüchtlinge in der Kaserne unterzubringen. Grundsätzlich habe er nichts dagegen einzuwenden. Dass die Asylbewerber aber zwischen zwei Zäunen – Fliegerhorst und Kaserne – leben sollen, fand er nicht ideal. „Es muss noch darüber gesprochen werden, ob das der richtige Standort ist.“ Zudem sei die Infrastruktur nicht vorhanden.

Liebing betonte, dass das Thema Sicherheitspolitik durch den Terror in Paris eine neue Bedeutung bekommen habe. Durch die Globalisierung hätten auch Konflikte in anderen Teilen der Welt Auswirkungen auf Deutschland. „Das Sicherheitsbedürfnis der Menschen ist ein elementares Anliegen der CDU.“ Die Investitionen in die Kaserne seien wichtig, um klar zu stellen, dass sich auch die Bundeswehr an den Lebensbedingungen der Menschen orientiere. Mindeststandards müssten dabei erfüllt werden.

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erstellt am 19.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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