zur Navigation springen

Kunstrasenplatz für Tangstedt : 230.000 Euro Zuschuss für den TSV

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Knappe Entscheidung des Tangstedter Gemeinderats. Kommune übernimmt Bürgschaft für notwendigen Kredit.

shz.de von
erstellt am 17.Jun.2016 | 12:00 Uhr

Tangstedt | Der Kunstrasenplatz für den Tangstedter Sportverein (TSV) war auch während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung wieder ein Thema. Nachdem in der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Finanzen, Bau-, Wege- und Umwelt sowie Schule, Sport, Kultur und Soziales die Zuschussbeträge von 200.000 beziehungsweise 250.000 Euro im Gespräch waren, stand nun der Betrag von 230.000 Euro im Raum.

„Der Verein hat das Finanzierungskonzept nach der Sitzung der drei Ausschüsse erneut überarbeitet und dieses in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen“, berichtete Matthias Meier (SPD). Dabei sei herausgekommen, dass 230.000 Euro als Zuschuss von der Gemeinde zur Realisierung des Projektes benötigt werden.

Die Entscheidung der Gemeindevertretung hätte nicht knapper sein können: Mit sechs Ja-, fünf Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen stimmten die Politiker für die vom Verein beantragte Zuschusshöhe.

Dem Ergebnis ging eine rege Diskussion voraus: Besonders die Vertreter der FDP-Fraktion konnten die Erhöhung des Zuschusses nicht nachvollziehen. „Wir sind bereits über unseren Maximalbetrag von 100.000 Euro hinausgegangen. Kunstrasen ja, aber der Zuschuss sollte nicht über 200.000 Euro gehen“, betonte Detlef Goos (FDP). Die Finanzlage der Gemeinde sei nicht stabil genug, dass so viel Geld in dieses Projekt fließen könnte. „Der Haushalt und die Infrastruktur sind nicht gesichert“, so Goos.

Dem widersprach Hermann Ahrens (CDU), denn seiner Meinung nach gehöre der Kunstrasenplatz zur Infrastruktur der Gemeinde. „Wir haben damit die Möglichkeit, für insgesamt 550.000 Euro nicht nur einen Platz zu erhalten, sondern auch eine Verschönerung des gesamten Drumherums“, argumentierte der Christdemokrat. Es sei eine vernünftige Finanzierung in die Zukunft.

Eigenleistung zur Finanzierung reduziert

Als großen Störfaktor führte Andreas Kitta (FDP) an, dass der Sportverein seine Eigenleistung zur Finanzierung des Projektes nun reduziert habe. „Von 80.000 Euro auf 20.000 Euro herunterzugehen, erschließt sich für mich nicht“, sagte Kitta. Laut Ahrens sei die Reduzierung der Eigenleistung ein Resultat aus der gemeinsamen Sitzung, bei der die Leistung des Vereins mehrmals angezweifelt worden sei. Es sei bereits ein großes Entgegenkommen des Vereins, dass er die Kosten nicht alleine auf den Schultern der Gemeinde ablade. „Ich finde es gut, dass sie so vorsichtig sind“, betonte Ahrens.

Kitta dagegen kritisierte, dass kein Gegenvorschlag von dem Verein gekommen seien. „Es bleibt bei den Tangstedter Bürgern hängen. Wir brauchen mehr vom Verein, um diese Entscheidung treffen zu können“, so Kitta.

Sowohl CDU als auch SPD lobten die Entscheidung des TSV. „Keiner hat etwas davon, wenn sie Eigenleistungen versprechen, die sie letztendlich nicht halten können“, sagte Annika Ahrens-Glismann (CDU) und auch Meier betonte, dass durch die Bürgschaft die Gemeinde bei höheren Ausgaben ohnehin bezahlen müsste. „Wenn wir dahinter stehen, müssen wir auch in den sauren Apfel beißen“, sagte er. Laut Verwaltungschef Detlef Brüggemann vom Amt Pinnau sei mit der Bewilligung des Zuschusses die Grundlage geschaffen worden, um Anträge auf Fördergeld zu stellen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen