Kreis Pinneberg : 23,1 Millionen Euro - Aktivregion investiert in 55 Projekte

Webdesigner Dirk Appel (v. l.), Mathias Günther, Regionalmanager Büro Region Nord, der Aktivregion-Vorsitzende Jürgen Manske und sein Stellvertreter Walter Rißler präsentierten gestern die zurückliegende Bilanz und die neue Webseite der Aktivregion.
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Webdesigner Dirk Appel (v. l.), Mathias Günther, Regionalmanager Büro Region Nord, der Aktivregion-Vorsitzende Jürgen Manske und sein Stellvertreter Walter Rißler präsentierten gestern die zurückliegende Bilanz und die neue Webseite der Aktivregion.

Die Aktivregion investiert in 55 Projekte. Weitere Anträge liegen bereits vor.

shz.de von
21. Juli 2015, 14:15 Uhr

Kreis Pinneberg | 55 Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 23,1 Millionen Euro hat der Verein LAG Aktivregion Pinneberger Marsch und Geest seit 2007 mit EU-Fördergeldern in Höhe von 6,5 Millionen Euro unterstützt. „Wir können stolz darauf sein, was wir seit der Gründung erreicht haben“, sagte der Vorsitzende Jürgen Manske gestern bei der Vorstellung der Bilanz für die Zeit von 2007 bis 2014. „Uns bleibt zu hoffen, dass die zweite EU-Förderperiode mindestens so erfolgreich wird wie die erste“, so Manske.

Die Grundlagen dafür sind bereits geschaffen, denn das Grundbudget wird auf knapp 2,5 Millionen Euro erhöht. 2007 war mit einer Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro geplant worden. Durch zusätzliche Fördertöpfe konnte der Verein das Grundbudget bis 2014 allerdings auf 1,9 Millionen Euro erhöhen. „Der höhere Grundbetrag gibt uns mehr Handlungsspielraum. Es ist nun unsere Aufgabe, weitere Fördertöpfe zu finden, die wir erschließen können“, sagte Mathias Günther Mathias, Regionalmanager Büro Region Nord.

Konzeptionell sollen bis 2020 vier Themenkomplexe in der Region gestärkt werden: Ortskerne (858.000 Euro), klimafreundliche Energie (858.000 Euro), „Land und Natur erleben“ (490.000 Euro) und „Bildungslandschaften“ (245.000 Euro). Für die erste Sitzung des neuen Vorstands, der den Projektbeirat ablöst und der aus sieben Politikern und acht Wirtschafts- und Sozialpartnern besteht, lägen aktuell bereits sechs Förderanträge vor, über die am Dienstag, 25. August, in Seester beraten werden soll. So soll in der Gemeinde Holm ein Gästehaus für „Bed and Bike“ am Ochsenweg entstehen. Klein-Nordende plant die Naherholungsinfrastruktur im Liether Moor zu verbessern.

 Förderung eines Anlegers für Traditionsschiffe

In Neuendeich soll ein Vollrestaurant mit Veranstaltungsfläche entstehen. Zudem habe die Stadt Wedel einen Antrag auf die Förderung eines Anlegers für Traditionsschiffe im neuen Hafen gestellt. Darüber hinaus wird der Vorstand über die Finanzierung eines Ortskernentwicklungskonzeptes für Borstel-Hohenraden und ein Bürgerhaus für die Gemeinde Heist beraten.

„Zu Beginn lief es ganz, ganz zäh mit den Anträgen an. Dann hat es sich aber herumgesprochen“, sagte Manske, der auch für die erste Vorstandssitzung weitere Anfragen erwartet, denn die Volkshochschule Wedel hätte bereits drei Projekte avisiert und auch der Regionalpark Wedeler Au wolle noch Unterlagen zusammenstellen.

Um die Antragsstellung zu erleichtern, stellte der Verein gestern auch eine neue Webseite vor. „Nun kann man sich mit wenigen Worten und Klicks einen Überblick verschaffen“, sagte Webdesigner Dirk Appel. Zudem würde laut Manske die EU-Forderung nach einer Archivierung der umgesetzten Projekte zukünftig erfüllt. Die Pflege, die bisher von Frank Wullf, Mitarbeiter des Amts Moorrege, ehrenamtlich geleistet wurde, übernimmt künftig das Büro Nord. Eine laut Manske kostengünstige Lösung: „Uns entstehen keine Zusatzkosten dadurch und wir können Prozesse optimieren.“

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