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Schulallianz : 222 Tage Radau für bessere Schulen in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Schulallianz um Ulrike Graefen in Pinneberg unterstützt die Kampagne der Stiftung Bildung und beteiligt sich mit einem Beitrag.

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erstellt am 02.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Pinneberg | „Einstürzende Schulbauten“ – so heißt eine Kampagne der Stiftung Bildung. Ziel: Vor den Wahlen zum deutschen Bundestag im September soll Druck auf die Parteien ausgeübt werden. Ab Februar wird 222 Tage lang Radau bis zum Wahltag gemacht. Personen aus Politik und Gesellschaft sollen gezielt darauf angesprochen werden. Immerhin: 34 Milliarden Euro fehlen den Städten und Gemeinden zur Sanierung ihrer maroden Bildungseinrichtungen.

Eine der betroffenen Städte ist Pinneberg. Hier herrscht seit Jahren Schulsanierungsstau. Kein Wunder also, dass die Schulallianz, die dieses Jahr ihren dritten Geburtstag feiert, die Kampagne unterstützt. Und noch viel mehr: Die Schulallianz beteiligt sich mit einem Beitrag, der in Bälde auf der Website der Kampagne veröffentlicht wird. Denn „Bund und Land sind mitverantwortlich“, so Ulrike Graefen, Vorsitzende der Schulallianz.

In dem Beitrag heißt es: „Eine gesellschaftliche Sensibilisierung für dieses Thema ist überfällig und mag die Parameter ändern: Spätestens, wenn der Wähler Bildung und Schule gleichbedeutend mit Straßenbau empfindet, wird die Politik das Thema Schulbausanierung mit ganz anderen Augen als bislang sehen“, schreibt Ulrike Graefen.

Mindeststandards für die Ausstattung gefordert

Die Vertreter fordern ein Ende der ungleichen Bildungsvoraussetzungen sowie die verbindliche und bundesweit einheitliche Erstellung von Mindeststandards für die räumliche Ausstattung von Schulen einschließlich der zeitnahen Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzbestimmungen.

Drei Jahre Schulallianz – Graefen zieht in ihrem Beitrag auch ein Fazit und blickt auf die Aktivitäten zurück: Demonstrationen, eine Podiumsdiskussion, häufiger Austausch mit der Bürgermeisterin, Verwaltungsmitarbeitern sowie dem Staatssekretär im Kieler Bildungsministerium, regelmäßige Besuche der Rats- und Ausschusssitzungen sowie Gespräche mit den Kommunalpolitikern und vieles mehr, aber: „Auf Fortschritte in der Sanierung warten wir weiterhin“, so Graefen.

In ihrer Analyse kommt die Verwaltung nicht gut weg: „Die Verwaltung ist offensichtlich überfordert. Politisch gefasste Beschlüsse werden nicht umgesetzt, Anträge für dringend benötigte Fördermittel gar nicht erst gestellt, ein aufwendig erstellter Schulbausanierungsplan wird weder abgearbeitet noch aktualisiert“, sagt sie. Gleichzeitig werde ein von weiten Teilen der Politik und der Verwaltung priorisierter Straßenbau mit Hochdruck und überaus erfolgreich – wenn auch kostenintensiv – betrieben. Gemeint ist die Westumgehung (Anm. d. Red.).

Sanierungsplan soll verbindlich sein
 

Danken möchte die Schulallianz auf diesem Weg dem neuen Fachbereichsleiter Heiner Koch, der sich „offenkundig sehr konstruktiv und professionell für die Schulsanierung und -belange einsetzt“. Auch für die Unterstützung der Grünen und Unabhängigen gibt es Lob. Sie haben sich mit einem Offenen Brief an die Landesregierung und Ministerien in Kiel eingesetzt. „Es steht nach wie vor die Frage an die Bürgermeisterin im Raume, wann mit einer überarbeiteten und verbindlichen Fassung des Schulsanierungsplans zu rechnen ist“, so Graefen. So sei bislang noch nicht bekannt, wann es mit der Fassadensanierung an der Theodor-Heuss-Schule losgehe.

Auch wünscht Graefen sich, dass der Bauabschnitt Nord mit dem Oberstufentrakt an dem Gymnasium in einem Rutsch saniert wird. „Wir sind gespannt“, schreibt sie und weist auf die Online-Petition „Schulsanierung jetzt“ hin. „Das Quorum für Pinneberg ist längst erreicht. Insgesamt haben 1215 Menschen unterzeichnet. Davon 924 Pinneberger. Über die Startseite der Homepage der Schulallianz ist jedem, der möchte, die Teilnahme möglich. 
 

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