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Pinneberger Tageblatt

23. November 2017 | 21:46 Uhr

2053 Fahrräder im Kreisgebiet gestohlen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Statistik Professionelle Banden unterwegs / Polizei rät zur Codierung

von
erstellt am 05.Mai.2017 | 15:18 Uhr

Sie sind professionell organisiert und verschiffen ihr Diebesgut teilweise ins Ausland, um es dort zu verkaufen: Die Rede ist von Fahrraddieben, die der Polizei im Kreis Pinneberg zu schaffen machen. In Schenefeld beispielsweise haben sich die Straftaten von 183    im Jahr 2015 auf 214 im Jahr 2016 erhöht. Allerdings hat die Polizei auch erste Erfolge zu vermelden. „Die Prävention hat gegriffen“, sagt Polizeipressesprecher Nico Möller im Hinblick auf Codierungs-Aktionen. Demnach gab es im Kreis insgesamt 2053 Fälle im Jahr 2016. Im Jahr zuvor waren noch 2110 Diebstähle.

In Pinneberg ist die Zahl der Delikte von 517 (2015) auf 559    (2016) gestiegen. Laut Matthias Wieske, Leiter der Pinneberger Polizeistation, verteilen sich die Tatorte über das ganze Stadtgebiet. Betroffen sind der Bahnhof, die Schulen und Sporthallen im Bereich Richard-Köhn-Straße sowie Fahltskamp und der Bereich rund um das Rathaus.

In Wedel sind die Fahrraddiebstähle im genannten Zeitraum von 168 auf 176    Fälle gestiegen. Im Bereich Marsch und Geest stieg die Zahl von 31 auf 46 an. Auch in Uetersen verzeichneten die Beamten 15 zusätzliche Taten. Die Zahl erhöhte damit auf 99 Diebstähle in 2016.

Leicht gesunken sind die Zahlen hingegen in Tornesch. 2015 waren es 111 Delikte, im vergangenen Jahr noch 80. „Der Rückgang in Tornesch könnte am Anzeigenverhalten liegen“, mutmaßt Uetersens Polizeistationsleiter Hans-Otto Crantz. „Wir sind aus Tornesch weg, vielleicht ist die Uetersener Station den Torneschern zu weit weg. 2015 konnten wir in Tornesch mehrere Diebe festnehmen. Sie kamen aus Hamburg und waren dem Drogenmillieu zuzuordnen. Auch die Festnahmen könnten zum Sinken der Diebstähle beigetragen haben.“

In Quickborn gab es keine signifikante Veränderung. Als „düsteres Kapitel“ bezeichnete hingegen der Elmshorner Kripo-Chef Dietmar Engelhorn das Thema Fahrraddiebstähle. Zwar sei die Zahl in der Krückaustadt von 1911 Taten auf 1842 zurückgegangen, aber dennoch „zu hoch“.

Jan Wittig, Leiter der Polizei Schenefeld, rät, sein Rad gut abzusichern. „Die 08/15-Schlösser halten die Täter nicht ab. Das sind nur Alibi-Schlösser für die Versicherung.“ Zudem empfiehlt er, die Rahmennummer zu notieren und das Rad codieren zu lassen.

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