2014 rollen am Bahnhof die Bagger

 Auf dem Gehweg vor dem Bahnhof ist nur wenig Platz.
Auf dem Gehweg vor dem Bahnhof ist nur wenig Platz.

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10. Juli 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Bahn frei für die heiß ersehnte Bahnhofsumgestaltung. Die Stadt Pinneberg hat gestern den schon lange erwarteten Förderbescheid der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS) erhalten. Von den Gesamtkosten für die Neugestaltung der Park-and-Ride-Anlage, eines neuen Busbahnhofes und die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro übernimmt die LVS zunächst 1,8 Millionen Euro.

Hinzu sollen laut Mitteilung der Stadt Pinneberg noch weitere Zuschüsse des Förderfonds-Nord kommen. Pinneberg erhält 2013 eine erste Rate in Höhe von einer Million Euro. Schon 2014 könnten die ersten Bagger rollen. Der Ist-Zustand mit drängelnden Menschen auf dem Gehweg und verstopftem Zugang zu den Gleisen könnte schon 2017 endgültig der Vergangenheit angehören. "Ich freue mich, dass es nach langer Planungszeit gelungen ist, für diese dringend notwendige Baumaßnahme die Basis für die Finanzierung herzustellen", so Klaus Stieghorst, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen bei der Stadt Pinneberg. Komfort und Sicherheit für alle Besucher des Bahnhofes sollen sich zukünftig deutlich verbessern, erklärt Stieghorst. Die Ausschreibung der Maßnahme auf der Nordseite des Bahnhofs werde nun umgehend vorbereitet.

Das Projekt soll von 2014 bis 2017 in drei Abschnitten realisiert werden. Pinneberger und auswärtige Pendler sollen danach in Zukunft einen neuen Busbahnhof mit überdachtem Wartebereich, ein erweitertes Parkplatzangebot und mehr Fahrradstellplätze vorfinden. Im ersten Bauabschnitt wird die Park-and-Ride-Anlage zwischen Bahnhof und Fußgängertunnel An der Mühlenau modernisiert. Danach ist der Busbahnhof auf dem Grundstück der derzeitigen Park-and-Ride-Anlage an der Rockvillestraße an der Reihe. Im dritten Bauabschnitt ist die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes geplant.

Parallel arbeitet die Deutsche Bahn AG an einer Neukonzeption des Empfangsgebäudes und einer behindertengerechten Erschließung der Bahnsteige. "Für die Stadt hat dabei der Erhalt des vorhandenen Bahnhofsgebäudes Priorität", betont Stieghorst. Außerdem ist ab 2016 auch eine Neugestaltung des südlichen Bahnhofsumfeldes vorgesehen. "Die Neugestaltung ist eine für das Mittelzentrum Pinneberg bedeutende Infrastrukturmaßnahme und ein weiterer wichtiger Baustein unserer Strategie zur Förderung des ÖPNV und des Fahrradverkehrs", lobt Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg. Der Bahnhof sei täglicher Dreh- und Angelpunkt für viele tausend Pendler und deshalb für alle Pinneberger und auch für die Mitarbeiter hiesiger Firmen von großer Bedeutung.

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