Adventsstimmung mit Filmmusik : 200 Gäste beim vorweihnachtlichen Konzert in der Marseille-Kaserne

Alle drei waren oder sind Kommandeure der Unteroffiziersschule Appen: Auf Klaus Christian Kuhle (l.), folgte Brigadegeneral Marcus Kurczyk (Mitte) und der übergab den Stab an den jetzigen Kommandeur Michael Skamel.
Alle drei waren oder sind Kommandeure der Unteroffiziersschule Appen: Auf Klaus Christian Kuhle (l.), folgte Brigadegeneral Marcus Kurczyk (Mitte) und der übergab den Stab an den jetzigen Kommandeur Michael Skamel.

Spenden an „Appen musiziert“ und Bundeswehr Sozialwerk.

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02. Dezember 2017, 14:00 Uhr

Appen | Das festlich beleuchtete Unteroffiziersheim auf dem Gelände der Appener Kaserne strahlt Wärme aus. Die 200 Gäste des Benefiz-Adventskonzertes waren sichtlich froh, dem nasskalten Wetter draußen zu entkommen und strömten erwartungsvoll in die weihnachtlich geschmückten Räume.

Das Polizeiorchester Hamburg, unter der Leitung des Dirigenten Jürgen Stache, präsentierte einen bunten Strauß von Liedern – von Udo Jürgens über Dmitri Schostakowitsch bis hin zu Paul Mc Cartney. Damit konnte man rechnen. Aber die Filmmelodien, die zwischendurch erklangen waren eine Überraschung – sie ließen die Haupt-Charaktere von „Games of Thrones“ oder „Lord of the Rings“ in den Köpfen der Zuhörer lebendig werden. Als dann auch noch der „Jerry Cotton-Marsch“ und die Titelmusik der Serie „Raumpatrouille Orion“ zu hören waren, sind die älteren Zuhörer buchstäblich in die Sechziger Jahre zurückgebeamt worden – und fanden sich gedanklich auf der Brücke des schnellen Weltraumkreuzers wieder. Adventlich wurde es zum Schluss aber auch noch - durch ein Potpourri aus bekannten Weihnachtsliedern.

Das Konzert war ein voller Erfolg und der lockere Glühwein-Empfang danach ließ den einen oder anderen Gast das Portemonnaie zücken, um für die gute Sache zu spenden. Geladen waren Lokalpolitiker, Gemeindevertreter, der Seniorenbeirat Appen und auch CDU-Kreistagsabgeordnete Kerstin Seyfert.

Besonders gefreut hat sich Kommandeur Michael Skamel über den Besuch seiner beiden Vorgänger. Oberst a.D. Klaus Christian Kuhle und General Markus Kurczyk verfolgten das Konzert in der ersten Reihe und fühlten sich in der Appener Kaserne immer noch Zuhause. Der General wechselte vor mehr als einem Jahr nach Bonn in das Kommando Streitkräftebasis und bekannte bei seiner Stippvisite: „Ich vermisse die Arbeit in der Unteroffiziersschule Appen schon manchmal. Jetzt ist es doch etwas bürolastiger.“

An diesem Abend ist eine Spendensumme von insgesamt 1700 Euro zusammengekommen – eine Steigerung zu den Vorjahren um knapp 100 Euro. Kommandeur Michael Skamel erklärt, wofür das gesammelte Geld verwendet wird: „Die eine Hälfte geht an ‚Appen musiziert‘ und die andere Hälfte wird dem Bundeswehr Sozialwerk übergeben.“ Rolf Heidenberger, Initiator von Appen musiziert, macht deutlich, wie wichtig die Spenden sind: „Wir verwenden das Geld für unterschiedliche Projekte mit schwerstkranken Kindern und deren Familien. Im Januar beispielsweise bauen wir im UKE eine riesige Carrerabahn auf, damit kranke und gesunde Geschwisterkinder nicht immer nur Krankenhausatmosphäre um sich herum haben, sondern auch unbeschwert miteinander spielen können.“ Und auch Silke Schaper vom Bundeswehr Sozialwerk berichtet, wo die Spenden landen: „Nach Auslandseinsätzen haben einige Soldaten psychische Probleme und müssen betreut werden. Wir helfen aber auch generell bei Problemen – wenn es in den Soldatenfamilien beispielsweise behinderte Kinder gibt, ermöglichen wir Behindertenfreizeiten oder den Umbau des Hauses.

Das Benefiz-Adventskonzert hat seit 15 Jahren Tradition, das Polizeiorchester Hamburg ist jetzt vier Jahre dabei. Dirigent Stache: „Wir machen viele Benefizkonzerte. Seit die schleswig-holsteinische Polizei-Big-Band aus Kostengründen aufgelöst wurde, werden wir hier häufiger gebucht.“

Für das Adventskonzert 2018 hat Kommandeur Skamel das Orchester schon mal mündlich verpflichtet. Bei der Übergabe von Weinflaschen als kleines Dankeschön, machte er klar: „Wir freuen uns, wenn Sie das nächste Jahr wieder zu uns kommen.“ Das kommentierte ein Gast aus der hinteren Reihe trocken und gut gelaunt: „Befehl ist Befehl.“

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