Prognose bis 2030 : 17.200 Wohnungen fehlen im Kreis Pinneberg

Wohnungen werden im Kreis Pinneberg knapp.
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Wohnungen werden im Kreis Pinneberg knapp.

Bevölkerungszahl steigt deutlich. Immer mehr Senioren in der Region.

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09. April 2018, 10:15 Uhr

Kreis Pinneberg | 17.200 Wohnungen müssen bis zum Jahr 2030 im Kreis Pinneberg errichtet werden. Das geht aus der „kleinräumigen Bevölkerung- und Haushaltsprognose für den Kreis Pinneberg“ hervor. Der Grund: Auch in den kommenden Jahren wird die Bevölkerungszahl im Kreisgebiet stetig anwachsen.  Allerdings nicht überall gleich. In einigen Dörfern wird sie sogar sinken. Deutlich  nach oben, und zwar überall,  geht  hingegen der Anteil der Menschen, die älter als 65 Jahre sind.

18.000 Menschen mehr als 2014

Erarbeitet wurde die „kleinräumige Bevölkerung- und Haushaltsprognose für den Kreis Pinneberg“ im Auftrag der Kreisverwaltung vom Planungsbüro Gertz Gutsche Rümenapp. Demnach werden im Jahr 2030 etwa 322.000 Menschen im Kreis Pinneberg leben. Das sind zirka 18.000 mehr als im Jahr 2014; das Plus beträgt 5,9 Prozent. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung des Kreises Pinneberg ist dann älter als 65 Jahre. Tornesch wird dann zu  einer Art Seniorenheim in Gemeindeform: Die Zahl der Generation „65+“ wird sich bis 2030 um 1200 Menschen fast verdoppeln.

Im Gegensatz zu den meisten anderen schleswig-holsteinischen Kreisen steigt laut Prognose im Kreis Pinneberg auch die Zahl der unter 20-jährigen, wenn auch nur um zwei Prozent.

Enorme Herausforderung für den Wohnungsmarkt

Bemerkenswert: Obwohl knapp 18.000 mehr  Menschen sterben als geboren werden, kommt es zu diesem Bevölkerungsanstieg. Der Grund ist die offensichtlich ungebrochene Attraktivität des Kreises Pinneberg. Rund 36.000 Menschen aus anderen Regionen Deutschlands sowie Flüchtlinge zieht es nach Angaben der Studie bis 2030 in den Kreis Pinneberg. In Elmshorn steigt  die Bevölkerungszahl demnach um 3200 Menschen.

Das bedeutet eine enorme Herausforderung für den Wohnungsmarkt. Denn laut der Prognose müssen zum einen bis zum Jahr 2030 etwa 4600 Wohnungen des jetzigen Bestands erneuert werden. Viel gravierender: Es müssen aufgrund des Zuzugs zusätzlich 12.600 neue Wohnungen erstellt werden.

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