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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 04:43 Uhr

Rellingen : 16.000 Euro für Flutopfer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rellinger Bürger und der Lions Club helfen betroffener Gemeinde in Sachsen-Anhalt. Das Geld soll unbürokratisch ausgezahlt werden.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Am 28. August war es soweit. Eine Delegation aus Rellingen brach in Richtung Kamern in Sachsen-Anhalt auf, um das Ergebnis der Spendenaktion der Gemeinde Rellingen und des Lions Clubs Ellerbek Rellingen zugunsten der Flutopfer direkt in dem betroffenen Ort abzuliefern.

Zur Reisedelegation gehörten der Rellinger Gemeindewehrführer Jürgen Timm sowie die Kameraden Kai-Uwe Otto und Rainer Müller von der Ortswehr Rellingen. Die Politik repräsentierten der stellvertretende Bürgervorsteher Peter Geercken (SPD) und von der CDU-Fraktion Henry Behrmann. Auch der Präsident des Lions Clubs Ellerbek Rellingen Sönke Höft und die Bürgermeisterin Anja Radtke haben sich diese Reise nicht entgehen lassen.

In Kamern wurde die Gruppe nach drei Stunden Fahrt im Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Rellingen von Bürgermeister Klaus Beck und dem Gemeindewehrführer Jürgen Brandt begrüßt.

Besonders herzlich war das Wiedersehen zwischen Wehrführer Brandt und dem Rellinger Otto, der mit einer Abordnung von Feuerwehrkräften aus Rellingen und dem Kreis Pinneberg am Einsatzort geholfen hatte, die Wassermassen in den Griff zu bekommen. Während einer kleinen Stärkung in der Schiffsgaststätte schilderten Bürgermeister Beck und Wehrführer Brandt noch einmal bedrückende Details aus den Einsatztagen der Überflutung in ihrem Heimatort.

Der Höhepunkt war sicherlich die Überreichung des Spendenschecks aus Rellingen. Von Bürgern sowie Rellinger Betrieben kamen insgesamt 15 500 Euro zusammen. Diesen Betrag hat der Lions Club Ellerbek Rellingen noch einmal um 500 Euro erhöht, so dass insgesamt 16 000 Euro übergeben werden konnten.

Außer der Höhe der Spende haben sich die Vertreter aus Kamern besonders über die direkte und unmittelbare Hilfe gefreut. Im Gegensatz zu den angekündigten Spenden des Bundes, die nur mit hohem bürokratischen Aufwand verteilt werden können, wird die Rellinger Spende jetzt zeitnah und in voller Höhe durch ein Gremium aus Vertretern von Kirche, Feuerwehr, Politik und Bürgern nach einem transparenten Punktesystem an die betroffenen Flutopfer in Kamern verteilt.

Es ist noch viel zu tun in dem Ort. Das Jugendhaus muss abgerissen werden, weil die Statik nicht mehr gewährleistet ist. Die Flutschäden sind überall deutlich sichtbar. Bäume sterben ab, die Auswirkungen des tagelang stehenden Wassers in den Gärten weisen weiter auf die Überflutung hin. Kurioserweise wachsen auf freien Flächen jetzt Tomatenpflanzen, die aus den Gärten angespült worden sind.

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