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150 Jahre SPD: Eine "junge Partei" mit hohen Ansprüchen

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erstellt am 06.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Knatterndes Motorengeräusch vor den Ernst-Paasch-Hallen. Mit historischen Dokumenten ausgestattet, springt der Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann aus seinem Auto und eilt zur Jubiläumsfeier der SPD. 150 Jahre Sozialdemokratische Partei Deutschlands - Zeit, mit Fotos und Erinnerungen das Bild der Geschichte zu vervollständigen. "Auf dem bedeutenden Vereinigungsparteitag von 1875 in Gotha waren auch ein Genosse Fahl aus Pinneberg und ein Genosse Löffelbein aus Elmshorn dabei", wusste Rossmann zu erzählen und deutete auf einen historischen Bericht. Der Ortsverein sei "nicht alt", sondern "150 Jahre jung, mit aller Vitalität".

Mit seiner Geschichte trug der Bundestagsabgeordnete dazu bei, das Mosaik der Parteiengeschichte zu vervollständigen. Aber auch eine Ausstellung über die Pinneberger Historie in der Ernst-Paasch-Halle und der gezeigte Film "Wenn Du was verändern willst" ließen Geschichte lebendig werden. Prominente Politiker präsentierten sich allerdings nicht nur auf der Leinwand, sondern auch vor Ort: Ministerpräsident Torsten Albig schaute nach seinem Kirchentagsbesuch persönlich vorbei. "Wir sind stolz, dass es die SPD seit 150 Jahren ununterbrochen gibt", bilanzierte Albig. Es handele sich um eine Partei, die "nicht so leicht mit sich selbst zufrieden" sei und im Gegensatz zu vielen anderen, "sehr hohe Erwartungen an sich" stelle. Ähnlich lobende Worte fand Sozialministerin Kristin Alheit: "Die Veranstaltung strahlt aus, wie die Sozialdemokratische Partei sein möchte, offen und einladend." Der "quirlige" Ortsverein Pinneberg habe dieses Ziel erreicht. Der Kreistagsabgeordnete Dietrich Anders stimmte Alheit zu und sprach von "einem im Aufwind befindlichen Ortsverein".

Der Ortsvereinsvorsitzende Herbert Hoffmann freute sich, bei der Feier mehrere hundert Gäste zu begrüßen. Die Politiker standen Gästen Rede und Antwort. Häufig gestellte Fragen: "Was geschieht mit der Kaserne und dem alten Kreishaus?" Auch das Thema Wohnbebauung interessierte die Besucher. Gerhard Thomsen, Ausschusschef für Stadtentwicklung, erläuterte genaue SPD-Pläne zur Wohnbebauung in der Kaserne sowie zum geplanten geförderten Wohnungsbau (Kreishaus). "Wir sind auf einem guten Weg", so Thomsen.

Für ein gelungenes Fest sorgten ebenfalls Blues- und Ragtime-Vorträge des Pianisten und Sängers Marcus Paquet und kabarettistische Einlagen vom Forum Theater Pinneberg. "Dass so viele Leute gekommen sind, zeigt, dass die SPD in Pinneberg tief verwurzelt ist und ein großes Interesse an ihr besteht", bilanzierte Lennart Feix (Foto), Juso-Kreisvorsitzender Pinneberg.

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