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Digitalisierung in Pinneberg : 150.000 Euro: Neues Funkmaterial für die Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Stadt investiert 150.000 Euro in 27 Einbaugeräte und 65 mobile Apparate. 100 Kameraden müssen geschult werden.

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erstellt am 08.Jun.2016 | 14:15 Uhr

Pinneberg | 150.000 Euro hat die Stadt Pinneberg für neue Funkgeräte ausgegeben. Insgesamt 65 mobile Apparate und 27 Einbaugeräte erhält die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg, um pünktlich ab Mitte August digital zu funken. Die Wehr ist nicht die erste im Kreisgebiet, die die neuen Funkgeräte erhält, trotzdem zieht die Umstellung einiges nach sich.

Der Digitalfunk BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) soll ein einheitliches, flächendeckendes Netz für die Sprach- und Datenkommunikation werden. Bisher betrieben die Behörden voneinander unabhängige Analogfunknetze. Diese inzwischen veraltete Technik wird im Rahmen des  Modernisierungsvorhabens der Bundesregierung durch den Digitalfunk BOS abgelöst. Die Entscheidung dafür fiel 2004. Damals beschlossen Bund und Länder die Vereinbarung über die Einführung des bundesweiten Digitalfunks. Auch viele andere europäische Staaten stellen ihre Funknetze um oder haben das bereits getan. Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Großbritannien, Ungarn, Island, Litauen, die Niederlande, Portugal, Schweden, Irland, Bulgarien und Montenegro verfügen bereits über ein sogenanntes TETRA-Netz.

Die knapp 100 ehrenamtlichen Einsatzkräfte müssen im Umgang mit der neuen Technik geschult werden. „Die Ausbildung beginnt ab Sonnabend“, sagte der stellvertretende Wehrführer Kai Halle gestern. Die Kosten für die neuen Geräte werden bis zu 50 Prozent vom Land Schleswig-Holstein gefördert, so Jörg Rose, der im Rathaus für den Bereich Brandschutz zuständig ist. Den Einbau muss die Stadt übernehmen. Dazu wurden zwei Unternehmen beauftragt.

Insgesamt 14 Einsatzfahrzeuge und die Zentrale in der Hauptwache müssen in Pinneberg umgerüstet werden. Immer zwei Fahrzeuge gleichzeitig werden umgebaut. Die Einsatzbereitschaft sei sichergestellt, so Halle. „Die Drehleiter zum Beispiel ist ja zur Not auch ohne Funkgerät einsetzbar“, sagte er.

In einigen Fahrzeugen werde darüber hinaus die alte Technik für die sogenannte Migrationsphase behalten. So werde gewährleistet, dass sich alle Wehren noch weiterhin untereinander verständigen können, auch wenn noch nicht alle umgerüstet haben.

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