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Ausstellungseröffnung in der Rathauspassage : 15 Frauen, die Pinneberg stark machen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Anlässlich des 104. Internationalen Frauentags am 8. März werden in der Friedrich-Ebert-Straße 33 Porträtfotos und Lebensläufe gezeigt.

Pinneberg | Starker Auftakt einer starken Ausstellung: Donnerstagvormittag wurde in der Kundenhalle der Sparkasse Südholstein die Vernissage zu „Starke Frauen aus Pinneberg“ gefeiert. Anlässlich des 104. Internationalen Frauentags am 8. März werden in der Friedrich-Ebert-Straße 33 Porträtfotos und Lebensläufe gezeigt. „Wir haben schon viel geschafft, aber es wird noch lange dauern, bis wir den Frauentag abschaffen und durch 365 Tage für Menschen ersetzen können“, sagte Bürgermeisterin Urte Steinberg. Sie ist die Schirmherrin der Aktion. „Ich sah mich gleich konfrontiert, eine weibliche oder wenigstens geschlechtsneutrale Formulierung für den Umstand ’Schirmherrschaft’ zu finden“, sagte sie und fügte hinzu: „Schirmdamenschaft fällt wegen Albernheit aus, aber sagen wir doch einfach: Ich bin die Freundin und Unterstützerin.“

Initiiert haben die Veranstaltung ebenfalls drei starke Frauen: Ruth Stiasny-Seligmann von der Pinneberger Frauenberatung, Deborah Azzab-Robinson, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, und Karen Fischer vom Diakonieverein Migration. „Die Frauen dieser Ausstellung stehen exemplarisch für alle Frauen, die unsere Gesellschaft und damit auch diese Stadt stark machen“, sagte Stiasny-Seligmann bei der Vernissage. Und die 15 Frauen könnten einander verschiedener und ähnlicher nicht sein. Sie alle eint die Weiblichkeit und ihre beeindruckenden Lebensläufe: Da ist die iranische IT-Expertin Aseel Hassan-Abed Wahab, die drei Kinder erzieht und nebenbei noch einen Sprachkursus belegt. Da ist die deutsche Feuerwehrfrau Nicole Nieber, die Tag und Nacht für Menschenleben im Einsatz ist. Und da ist die ehemalige Asylbewerberin Helen Imoisili, die in Pinneberg heimisch geworden ist und in ihrer Heimat Nigeria drei erwachsene Kinder zurücklassen musste. In den liebevoll geschriebenen Texten, die die Fotos begleiten, erzählen die Frauen, was ihre Stärken sind und was sie stark macht. Für die eine ist es der Glaube, für die andere die Beziehung zu Menschen und für wieder eine andere ihre Neugier.

Zwei bunte Clowninnen überraschten die Gäste bei der Eröffnungsveranstaltung. Amüsant und keck entschleierten Tatjana und Jana Dell die Fotografien, die mit Tüll verhangen waren. Und eine starke Stimme bewies Nathalie Prysiazhniuk. Sie sang einen Teil aus der Oper „Adriana Lecouvreur“. Das Werk beruht auf dem Leben der Adrienne Lecouvreur (1692 - 1730), die als eine der bedeutendsten Schauspielerinnen Frankreichs galt, obwohl sich das als Frau damals ganz und gar nicht gehörte.

In Pinneberg ist die Ausstellung noch bis Montag, 9. März, in der Kundenhalle zu sehen. Wer die Gelegenheit verpasst, hat ein zweites Mal in der Galerie Cavissamba in Haselau, Haseldorfer Chaussee 45, die Chance. In der Galerie der Fotografin Leni Rieke sind die Fotos vom 11. Juli bis zum 16. August zu sehen.

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erstellt am 27.Feb.2015 | 12:45 Uhr

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