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Pinneberger Tageblatt

20. September 2017 | 16:50 Uhr

148 Comenius-Schüler treten ab

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Entlassung Bürgermeister hofft darauf, dass sich die jungen Leute einbringen / Schulleiterin mahnt Leistungsbereitschaft an

shz.de von
erstellt am 15.Jul.2017 | 16:52 Uhr

Der Umgang mit ihnen war nicht immer leicht, das Engagement für den einen oder anderen Unfug zuweilen größer als das für das Lernen. Und dennoch war Wehmut zu spüren, als gestern in der Comenius-Schule 148 Schüler verabschiedet wurden. Es war die erste von insgesamt zwei Entlassfeiern. Eine weitere folgte am Nachmittag.

Schulleiterin Susanne von Glasenapp nutzte die Feierstunde für die Klassen 9  a, 9  b, 10  f und eine Praxisklasse, um die jungen Erwachsenen aufzufordern, sich nicht zu früh mit dem Erreichten zufrieden zu geben. „Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Erfolg“, sagte sie in Anlehnung an ein Zitat des Dichters Oscar Wilde.

Ihre Mahnung verband sie mit einem Rückblick auf die letzten Monate. „Ihr müsst zugeben, oft, aber eben nicht immer habt Ihr Euer Bestes gegeben.“ Stattdessen hätten viele der Schüler das Leben genossen und kräftig gefeiert. „Diese Einstellung hat ihren Preis, und so haben einige von Euch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz schon die ersten Enttäuschungen erlebt“, sagte von Glasenapp. Gleichzeitig mahnte sie, kommende Herausforderungen anzunehmen und Chancen für eine persönliche Weiterentwicklung zu ergreifen.

Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) wünscht sich von den Schülern unter anderem Engagement für das Gemeinwohl. „Es ist wichtig, sich einzubringen und, wenn es gut läuft, etwas an die Gemeinschaft zurückzugeben. Leben bedeutet auch, sich für andere einzusetzen“, sagte der Verwaltungschef. Er ermunterte seine jungen Zuhörer, sich treu zu bleiben und jeweils den ganz eigenen Weg zu wählen, auch wenn das für den einen die Autobahn und für den anderen die Schlaglochpiste bedeute. „Alle Steine, die Ihr aus dem Weg räumt, können bearbeitet werden, damit Ihr daraus dann etwas Schönes bauen könnt.“

Unmittelbar vor der Zeugnisausgabe ergriffen nicht nur die Schüler das Wort, sondern auch die Klassenlehrer Nicole Witzig (9  a), Kathrin Jensen (9  b), Annett Portig (10  f), Rayk Reißner und Ines Bondig (beide Praxisklasse). Sie erinnerten an gemeinsame Klassenfahrten, mehr oder weniger geduldige Lehrer, ausgeflippte Schüler, Reibungsverluste und enger werdende Klassengemeinschaften. Mancher Lehrer gab Einblicke in seine Pädagogik, räumte zum Vergnügen der Gäste ein, er arbeite mit Smileys und einem runtergezählten Countdown, um Schüler zur Ruhe zu bringen.

Besondere Auszeichnungen gab es für Angelina Stelling, Jona Hoop und Luca Wäbs, die jeweils mit einer Eins vor dem Komma abschlossen, sowie Fjolla Hoxha, Merle Schacht und noch einmal Jona Hoop für besonderes Engagement in der und für die Schule. Von den 148 Schülern gehen nicht alle. Einige streben den nächsten Abschluss an.

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