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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 00:02 Uhr

30 Jahre SHMF : 14 Konzerte im Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Musik Festival ehrt russischen Komponisten und lässt Martin Grubinger 16-mal trommeln – auch im Kreis Pinneberg.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2015 | 15:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Emotionale Tiefe und mitreißende Energie: Das versprechen Christian Kuhnt, Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF), und sein Team im 30. Jahr des weltberühmten Ereignisses. Werke von Peter Tschaikowsky (1840-1893) stehen im Fokus des Programms, das gestern in Lübeck vorgestellt wurde.

„Unsere Retrospektive bringt prominente Werke in herausragenden Interpretationen auf die Bühne und rückt weniger Bekanntes ins musikalische Scheinwerferlicht“, schwärmt Kuhnt über das Mammutprojekt. Nach 2014 mit der Cellistin Sol Gabetta wird es mit dem österreichischen Ausnahme-Schlagzeuger Martin Grubinger (31) auch in diesem Jahr ein Solistenporträt geben. 16-mal wird der Percussionist vom 11. Juli bis 30.August mit spannenden Projekten sein Ausnahmetalent demonstrieren.

Geplant sind 178 Konzerte,  fünf Musikfeste auf dem Lande und zwei Kindermusikfeste, die in 60 Orten an 104 Spielstätten in Schleswig-Holstein, Hamburg, im Süden Dänemarks und im Norden von Niedersachsen aufgeführt werden.  

Im Kreis Pinneberg geben sich  die Weltstars an fünf Standorten – Elmshorn, Haseldorf, Rellingen, Schenefeld und  Wedel  –     die Klinke in die Hand.  Erwartet werden beispielsweise der russische Trompeter Sergei Nakariakov, die Grande Dame des Klaviers Elisabeth Leonskaja und das renommierte Borodin Quartet.  Superstar  Grubinger gibt sich zweimal die Ehre: am 14.Juli im Rinderstall von  Haseldorf und am 14. August im Elmshorner  Reitstall.

Romantik!

Es wird romantisch im Kreis Pinneberg. Die Musik des russischen Komponisten Peter Tschaikowsky (1840-1893) steht im Mittelpunkt der 14 Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF), die in der Region zu hören sind. Und was für Konzerte: In Elmshorn, Haseldorf, Rellingen, Schenefeld und Wedel wimmelt es im Sommer von Stars und Weltklasse-Ensembles.

Ganz vorn der österreichische Schlagzeuger Martin Grubinger (Jahrgang 1983). Ihm widmet das Festival das diesjährige Solistenporträt. Insgesamt 16-mal trommelt er während des SHMF. Zweimal auch im Kreis Pinneberg, am 14. Juli in Haseldorf und 14. August in Elmshorn.

„Dass Martin Grubinger kommt, ist großartig. Darauf freuen wir uns alle. Wir sind sehr zufrieden mit dem Programm“, sagte Udo Prinz von Schoenaich-Carolath-Schilden, Hausherr auf dem Haseldorfer Gutshof, gestern bei der Vorstellung des Programms in Lübeck. Allein in seinem Rinderstall sind sechs Konzerte zu hören.

Das ist Beleg dafür, dass Festival-Intendant Christian Kuhnt an seinem Vorsatz, mit dem SHMF wieder mehr „in die Fläche“ zu gehen, weiter festhält. Kuhnt: „Wir wollen präsent sein und zu den Menschen kommen.“ Auch deshalb stärkt das Festival alt bewährte Spielorte mit ausgesucht feinen Programmen: In der Elmshorner Reithalle gibt’s drei Konzerte. Außer Martin Grubinger kommen die NDR Bigband und das Festival-Orchester. „Eine tolle Sache, die Programme passen zur Ambiente-Spielstätte Elmshorn, das Festival hat uns diesmal wieder wirklich sehr gut bedacht“, sagte der Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje. Er ist Sprecher des örtlichen Festival-Beirats. Traditionell bespielt das Musik Festival die barocke Rellinger Kirche mit Kammermusik vom Feinsten. In diesem Jahr mit Xavier de Maistre (Harfe), Christiane Karg (Sopran) und dem Borodin Quartett – und natürlich viel Musik von Peter Tschaikowsky.

Schenefeld und Wedel komplettieren die Präsenz des Kreises Pinneberg beim größten europäischen Klassik-Festival. Im Schenefelder Forum spielt der Cellist Eckart Runde Filmmusik und im Wedeler Schuppen 1 wird Sängerin Maren Kroymann von der Jo Roloff Band begleitet. In Schleswig-Holstein klingt der Sommer nach Klassik – und der Kreis Pinneberg schwelgt mit.

14. Juli in Haseldorf und 14. August in Elmshorn: Martin Grubinger. (Foto: Olaf Malzahn)
14. Juli in Haseldorf und 14. August in Elmshorn: Martin Grubinger. (Foto: Olaf Malzahn)
 

Schwielen und  Hornhaut an den Fingergelenken, ein Händedruck wie ein Bauarbeiter: Eine Begegnung mit  Martin Grubinger bleibt unvergessen. Und wenn sich der 31-jährige Österreicher mit sechs Schlägeln am Marimbaphon, an Trommeln, Becken, Tom Toms, Klanghölzern und Kuhglocken austobt, ist das nicht nur hochmusikalisch, sondern Hochleistungssport. Fitness im Kopf und Körper wird Grubinger vom 11. Juli bis 30.August dringend brauchen: Ihm ist nach Sol Gabetta in 2014 das SHMF-Solistenporträt in diesem Jahr gewidmet.

16-mal ist der Schlagzeuger während  des  Festivals gefordert. Zweimal gibt sich der Superstar, der bis zu zehn Stunden am Tag seine Virtuosität trainiert und verfeinert, im Kreis Pinneberg die Ehre.

 Grubinger hat es geschafft, seine Instrumente  und sich in den Fokus zu stellen. Intendant Christian Kuhnt  weiß um den Schatz, den er und sein Team sich geangelt haben: Der Leonard Bernstein Award-Preisträger des SHMF von 2007 brennt für seine Passion. Und für sein Publikum. Grubinger erlaubt sich und anderen dabei keine Fehler. Dafür joggt er täglich, ringt sich Disziplin beim  Hantel- und Rückentraining ab. Er holt sich Rat von Sportmedizinern und Ernährungsberatern. 

In Elmshorn wird es familiär: Grubinger stellt sich mit Leonhard Schmidinger, seinem Vater und Förderer Martin Grubinger senior (alle Percussion), sowie Ehefrau Ferzan Önder und deren Zwillingsschwester Ferhan (beide Klavier) der Herausforderung Nussknacker-Suite op. 71a: Komponist Peter Tschaikowsky (1840-1893) hätte es gefreut.

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