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„Hühner singen immer so schön“ : 121. Geflügelschau in Appen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Geflügelzuchtverein Pinneberg, Appen und Umgegend widmete die 121. Geflügelschau dem verstorbenen Adolf Martens.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Appen | „Rosenrot“ hat Luca Schnoor sein Lieblingshuhn getauft. Der Achtjährige ist großer Hühnerfan. Seit drei Jahren unterstützt er Erwin Martens, Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins Pinneberg, Appen und Umgebung von 1894, bei der Pflege und Zucht der Tiere. Seine Lieblinge seien die Federfüssigen Zwerghühner. „Die Farbe und dass sie Eier legen ist toll“, sagt Luca. Machen das nicht alle Hühner? Luca überlegt kurz: „Die meisten, aber die Federfüssigen sind so klein.“

„Luca ist mittlerweile zu einem echten Freund geworden“, sagte Erwin Martens, der den Jungzüchter gestern bei der 121. Geflügelschau in Appen mit dem Jugendpreis auszeichnen konnte. „Im letzten Jahr habe ich vier Pokale gewonnen und der Preis kommt auch in mein Zimmer“, sagte der Achtjährige voller Stolz.

Für Martens war die Eröffnung der Ausstellung diesmal äußerst emotional. Im Februar starb sein Bruder Adolf im Alter von 74 Jahren. „Wenn ich darüber rede, kommen mir immer noch die Tränen“, sagte Martens bei der Eröffnung. Mit der „Adolf-Martens-Gedächtnisschau“ wollte er an seinen Bruder erinnern, der mehr als zehn Jahre seine Halle für die Ausstellungen zur Verfügung stellte. „Es fällt mir immer noch schwer darüber zu sprechen“, sagte Martens. Daher freue ihn um so mehr, einen lebensfrohen Jungen wie Luca als Unterstützung an seiner Seite zu haben.

„Generell merkt man derzeit einen Wandel. Jeder will Hühner haben“, erläutert Martens. Besonders beliebt seien Zwerg-Wyandotten. „Daran finden die meisten Einsteiger Gefallen“, sagte Martens und lieferte die Gründe: „Das Verhältnis von der Größe der Eier zum Huhn ist sehr ausgeprägt und die Anzahl sehr groß.“ Sein bestes Huhn lege 188 bis 240  Eier pro Jahr. Für Einsteiger empfiehlt Mertens einen Hahn und vier bis fünf Hennen. 20 Quadratmeter Auslauf seien notwendig – überdacht mit Draht als Schutz vor Greifvögeln oder Büchen, unter denen sich die Hühner verstecken können. „Am besten sind fertige Gartenhäuser. Die kann man schnell entsprechend umbauen“, versichert Martens. Wer unter die Hühnerzüchter gehen will, muss allerdings in die Tasche greifen. „Mit etwa 1000 Euro muss man für Tiere, Futter, Tränke, Stall und Trog rechnen“, erläuterte Martens. Doch das seien immer mehr Menschen bereit zu zahlen, um ihr eigenens Frühstücksei auf dem Tisch zu haben. In diesem Moment unterbricht Luca: „Ich habe noch etwas vergessen, warum ich Hühner so toll finde. Sie singen immer so schön.“

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