110 Apfelbäume für Pinneberg

Nach acht Jahren ist die Pflanzaktion  abgeschlossen: Ratsfrau Ulrike Bues, Kreispräsident Burkhard Tiemann (Mitte) und der Vorsitzende der Naturfreunde, Rainer Naujox, packen mit an.
Nach acht Jahren ist die Pflanzaktion abgeschlossen: Ratsfrau Ulrike Bues, Kreispräsident Burkhard Tiemann (Mitte) und der Vorsitzende der Naturfreunde, Rainer Naujox, packen mit an.

Naturfreunde Pinneberg stellen die 2,2 Kilometer lange Baumreihe an der Pinnau fertig / Verein investiert insgesamt 6000 Euro

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30. März 2014, 16:00 Uhr

Mit ein wenig Glück wird die 2,2 Kilometer lange Reihe aus Apfelbäumen noch viele Jahrzehnte lang entlang der Pinnau wachsen und Früchte tragen. Nach acht Jahren Arbeit setzten die Pinneberger Naturfreunde nun die letzten 21 Exemplare in den Boden. An einem kühlen Märztag konnten sich die 20 Helfer daher einen wärmenden Schluck gönnen, während ihr Vorsitzender Rainer Naujox auf das Projekt zurückblickte. „Wir haben zirka 6000 Euro investiert“, betonte Naujox. Er sei stolz auf alle Mitglieder, Gäste und Freunde, die gespendet haben. Sein Dank galt aber auch den Mitarbeitern der Stadt, die sich um die Bewässerung der Pflanzen kümmern und die „grobe
Arbeit“ beim Ausheben der Löcher geleistet hatten. Die Bäume leisten einen Beiträg um Ökosystem entlang der Pinnau. „Bald fangen sie an zu blühen und locken Insekten an, einige Bäume tragen auch bereits Früchte.“ Naujox erinnerte aber auch an die Vandalen, die im April 2013 mehrere der Bäumchen ausgerissen und in die Pinnau geworfen hatten.

In Abwesenheit von Bürgermeisterin Urte Steinberg und Bürgervorsteherin Natalina Boenigk war Ratsfrau Ulrike Bues als Vertreterin der Stadt vor Ort. Als Mitglied von Grünen & Unabhängigen betonte sie: „Mein Herz schlägt für jeden Baum, der hier gepflanzt wurde.“ Bues würdigte die Bedeutung des privaten Engagements für derartige Aktionen: „Die Stadt Pinneberg könnte sich im Moment kaum einen Baum leisten“, so die Politikerin. Auch Kreispräsident Burkhard Tiemann ließ es sich nicht nehmen, den Naturfreunden zu gratulieren. „Es war ein mühevoller Weg, aber dem Verein gebührt meine große Wertschätzung.“

Bei den Bäumen in der Baumreihe am Pinnauwanderweg handelt es sich ausschließlich um historische Apfelbaumsorten mit wohlklingenden Namen wie „Rote Schafsnase“, „Gelber
Richard“ oder „Altländer Pfannkuchen“. 110 Bäume säumen nun Fluss und Wanderweg. Manche Exemplare sollen bis zu acht Meter hoch werden und mit ausladenden Kronen Schatten spenden.

Naujox blickte bereits in die Zukunft. An den größeren Bäumen am Wanderweg, die nicht von den Naturfreunden gepflanzt wurden, sollen Nistkästen für Vögel befestigt werden. Und auch mit dem Baumpflanzen ist noch lange nicht Schluss. „Wir
suc hen neue Flächen in der Stadt“, so Naujox.

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