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Tornesch : 1000 Unterschriften für mehr Zughalte

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ will mehr Regional-Express-Stopps.

Tornesch | Schon seit Jahren ist das Thema vielen Torneschern ein Dorn im Auge: die Zughalte in der Stadt. Bürgermeister Roland Krügel forderte kürzlich gar die Gründung einer Bürgerinitiative (BI). Nun gibt es eine: „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ nennt sich die Gruppe plakativ. Gefordert wird vor allem, dass endlich auch Züge vom Typ Regionalexpress in Tornesch Halt machen.

Die Politik musste nicht lange um Unterstützung gebeten werden. Krügel ist schon lange nicht gut auf das Land und die Verkehrsgesellschaft mbH LVS, die zuständig ist, zu sprechen. In den Fraktionen sieht man das Problem als ebenso gravierend an. Parteiübergreifend wollen die Tornescher Ratsleute das Anliegen der Bürger unter dem Vorsitz von Gisela Hüllmann unterstützen.

Im ersten Schritt wurden Infoblätter und Unterschriftenlisten im Rathaus, in Geschäften und bei Ärzten ausgelegt, um später Druck ausüben zu können auf die Landesweite Verkehrsgesellschaft und das Verkehrsministerium in Kiel. Auch die Nachbargemeinden und die Stadt Uetersen sind mit im Boot: Heidgraben, Prisdorf, Ellerhoop, Moorrege, Groß Nordende, Seester, Seester-Mühe und Heidgraben.

Dort liegen die Listen ebenfalls aus. 1000 Unterschriften sind bisher zusammen gekommen. Um möglichst viele der betroffenden Pendler zu erwischen, wollen die Tornescher Ratsmitglieder morgens weitere Unterschriften sammeln.

Der Initiatorin Hüllmann reichte es endgültig, als ihr Sohn in einem völlig überfüllten Abteil – der ursprünglich reservierte Zug war ausgefallen – bis zur Schweizer Grenze fahren musste. „Wir werden hier sträflich vernachlässigt“, sagt die Tornescherin. Es gebe zu wenig Zughalte, und die vorhanden Züge, die halten, seien eben häufig überfüllt.

Wenn die Bürgerinitiave genügend Unterschriften zusammen hat, sollen diese öffentlichkeitswirksam in Kiel übergeben werden. Plakate und Veranstaltungen sind angedacht. Zehn Mitglieder hat die Bürgerinitiative bisher. Wer mitmachen will, kann sich bei Hüllmann telefonisch unter 04122-51525 melden.

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erstellt am 02.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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