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Soziales Projekt : 1000 Konserven für die Tafel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinneberger Schülerinnen und Schüler der Johannes-Brahms-Schule sammeln Lebensmittel für den guten Zweck.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Pinneberg | „Bring a can ’cause you can (Bring eine Konserve, weil du dazu in der Lage bist)“ – mit einer Konserven-Aktion haben sich 19 Schüler der Johannes-Brahms-Schule (JBS) in Pinneberg für Bedürftige Menschen eingesetzt. Sie sammelten schon allein an einem Aktionstag 280 Konserven-Dosen, die ihre Mitschüler und Lehrer klassenweise vorbeibrachten. Jetzt sind es etwa 1000.

Die Dosen der insgesamt viertägigen Aktion kommen Kunden der Pinneberger Tafel zugute. „Wir sind immer froh, über alles, was wir zusätzlich bekommen“, sagte Brigitte Ehrich von der Tafel. Die soziale Aktion der Schüler dauert noch bis heute . Da der Pegel ihres „Konservenbarometers“ beständig anstieg, verlängerten sie das Vorhaben spontan um einen Tag. „Platz nach oben gibt es noch, also gilt, bring a can, 'cause you can“, warb Lehrerin Cornelia Löhner.

Mit dem Satz werden Menschen, die es sich leisten können, gebeten – beispielsweise mit einer neu gekauften Dose zum Erfolg der Aktion beizutragen. Wer noch frische Konserven abzugeben hat, kann sie in der Pausenhalle der JBS, Fahltskamp, am Aktionsstand abgeben. Die Mädchen und Jungen zählen die Dosen jeweils in der zweiten großen Pause. Begehrt sind vor allem Konserven ohne Schweinefleisch. Einige der Schüler setzten sich bereits während einer Projektwoche für Menschen der Tafel ein. „Wir hatten gar nicht gedacht, dass die Zahl der Anmeldungen die Anzahl der Teilnehmer noch übersteigt“, berichtete Lehrerin Anja Deppe, die gemeinsam mit Cornelia Löhner und Olaf Schlegel für das Projekt verantwortlich zeichnete. Den Kindern und Jugendlichen sei bei ihrem Einsatz deutlich geworden, wie viele Menschen im Raum Pinneberg auf diese Art der Unterstützung angewiesen sind und wollten daraufhin dann auch nach ihren Möglichkeiten helfen. „Es fühlt sich gut an, wenn man sich auf diese Weise für seine Mitmenschen einsetzt“, erläuterte Schülerin Franka Kelm (14). Kim Kähler (14) ergänzte, „mit Spaß an der sozialen Aktion“ teilzunehmen.

Warum die Schüler gerade Dosen sammeln? Die Tafel ist auf haltbare Lebensmittel angewiesen, um eventuelle Engpässe bei den gespendeten frischen Lebensmitteln auszugleichen. Hinzu kommt, dass Konserven besonders praktisch sind, da sie lange haltbar sind. Schulleiterin Jula Rohde freute sich über das Engagement ihrer Schüler. „Solche Projekte können dazu beitragen, den Horizont der Jugendlichen für ehrenamtliche Hilfssysteme zu öffnen und sie ebenfalls daran teilhaben zu lassen“, erläuterte die Schulleiterin. Es handele sich um eine Form der sozialen Erziehung. Die Schüler hatten am Freitag bereits über 500 Dosen gesammelt.

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