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„Der Abend war ein großer Erfolg“ : 100 Besucher feiern bei „Refugees Welcome Party“ in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Veranstaltet wurde die Feuer durch den Kinder- und Jugendbeirats im Geschwister-Scholl-Haus.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Ohne den Kinder- und Jugendbeirat (KJB) wäre bei der „Refugees Welcome Party“ im Geschwister-Scholl-Haus (GHS) nichts gelaufen. Seit November hatten die Jugendlichen die Veranstaltung geplant, vor zwei Wochen mit fast 1000 Flyern und mehr als 60 Plakaten die Werbetrommel gerührt, vergangene Woche die Einkäufe erledigt und am vergangenen Freitag bereits drei Stunden bevor die Türen zum GHS öffneten beim Aufbau mitgewirkt. Doch zurücklehnen konnten sich die acht aktiven Helfer erst nach Mitternacht am Sonnabend.

Garderobe, Mischpult, Getränkeausgabe und Backstage-Bereich wurden von den Jugendlichen betreut. Und auch für die Partystimmung mussten sie sorgen. Immer wieder waren die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 24 Jahren zwischen GHS und Vorraum hin und her gependelt.

Im Saal und somit auf der Tanzfläche herrschte hingegen gähnende Leere. Bis der KJB selbst eingriff. „Der DJ hat dann syrische Musik gespielt, und wir Mädels haben die Jungs auf die Tanzfläche gezerrt und getanzt“, sagte Julia Dinse, Mitglied des KJB. Davon ließen sich die Besucher mitreißen. „Wir haben es auf jeden Fall geschafft, dass alle reingegangen sind“, sagte Beiratsmitglied Tim Barthmann zwei Stunden nachdem die Party begonnen hatte. Mit seiner Schätzung von „30 bis 40 Besuchern“ lag er allerdings daneben. Allein auf der Tanzfläche waren es zu diesem Zeitpunkt etwa 70. Am Ende zählte der KJB 100 Besucher – darunter viele junge Flüchtlinge aus Syrien.

Ausgelassen wurde im Geschwister-Scholl-Haus getanzt und gefeiert. (Foto: Fröhlig)
Ausgelassen wurde im Geschwister-Scholl-Haus getanzt und gefeiert. (Foto: Fröhlig)
 

„Die Musik hat mir ein Freund gegeben“, erläuterte DJ Jan Schlichting die Herkunft syrischer Pop- und Klubmusik in seiner Plattensammlung. Ansonsten nahm er es ganz gelassen. „Das ist eine Party wie jede andere auch. Ich spiele normale Clubmusik. Das geht immer“, sagte Schlichting.

Doch besonders laut wurde der Jubel und um so voller die Tanzfläche, wenn nach den ersten Klängen bereits syrische Stücke zu erkennen waren.

DJ Jan Schlichting fand die richtige Mischung aus Clubmusik und syrischen Klängen. (Foto: Fröhlig)
DJ Jan Schlichting fand die richtige Mischung aus Clubmusik und syrischen Klängen. (Foto: Fröhlig)
 

„Das war schon ein bisschen Arbeit“, stellte Jugendbeirat Joshua Fock fest und ergänzte zufrieden: „Wir sind aber froh, dass so viele gekommen sind.“ Am Sonnabend nach dem Großreinemachen bedankte sich der KJB bei allen Helfern und zog sein Fazit: „Neben einer großartigen Stimmung und toller Musik gab es viele neue Kontakte zwischen allen Kulturen, aus denen vielleicht sogar Freundschaften entstehen können. Für uns war der heutige Abend ein großer Erfolg.“

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