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Pinneberg : 100.000 Euro für den Heinrich-Hanselmann-Kindergarten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Landessozialministerin Kristin Alheit (SPD) überreicht einen Förderbescheid an den Kindergarten Saarlandstraße.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Risse zeichnen sich an den Fassaden ab, Verfärbungen machen sich auf dem Mauerwerk breit, dunkle Flecken im Treppenhaus. Der städtische Heinrich-Hanselmann-Kindergarten in der Saarlandstraße 4 in Pinneberg ist wahrlich kein Schmuckstück mehr.

Das zweigeschossige Gebäude aus dem Jahr 1964, in dem 44 Kinder im Alter von drei Jahren an betreut werden und das auch auch die Betreuungsgruppe der Helene-Lange-Schule mit 45 Grundschulkindern beherbergt, bedarf energetischer Sanierung. Darüber besteht seitens der Stadt Pinneberg kein Zweifel.

Beide Giebel wurden 2009 und 2013 bereits in Angriff genommen, wie ein Mitarbeiter des kommunalen Servicebetriebs der Stadt schilderte. Jetzt gibt es Geld für mehr. Landessozialministerin Kristin Alheit (SPD) und frühere Bürgermeisterin Pinnebergs überreichte am Dienstag einen Förderbescheid über rund 100.000 Euro aus dem Programm „Energetische Sanierung von Kindertagesstätten und Schulen“ des Landes Schleswig-Holstein.

„Kitas mit energetisch hohen Standards leisten für Schleswig-Holstein einen wertvollen Beitrag zu ökologischer Nachhaltigkeit“, betonte Alheit. „Es ist schön, dass ich heute hier bin und das machen kann“, so die Ministerin über die Übergabe des Förderbescheids.

Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) zeigte sich sichtlich erfreut über die Gelder aus dem Fördertopf des Landes. Gelder, mit denen Außenfassaden entstehen sollen, die „nicht rissig sind, kein Wasser reinlassen und für die nächsten Jahre gewappnet sind.“

Um die Wärmedämmung des Gebäudes zu verbessern, werden 156.000 Euro fällig. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf 56.000 Euro. Bereits in vier bis sechs Wochen soll die Sanierung starten, wie Thomas Zylla vom Kommunalen Servicebetrieb der Stadt Pinneberg ankündigte.

Der Förderbescheid sei gekoppelt an eine Terminbindung bis zum 31. Januar 2015. Dann soll das städtische Gebäude in neuem Glanz erstrahlen. Es dürfte nicht die letzte Baustelle in Pinneberg sein. Denn: Auskünften des Kommunalen Servicebetriebs zufolge gibt es keine Liegenschaft der Stadt, die nicht sanierungsbedürftig ist.

Auch das Dach des städtischen Kindergartens in der Richard-Köhn-Straße warte auf eine Erneuerung, nachdem Fenster und Fassaden 2005 bis 2010 bereits saniert worden waren.

Das Förderprogramm „Energetische Sanierung von Kindertagesstätten und Schulen“ des Landes Schleswig-Holstein steht in Zusammenhang mit der im Dezember 2012 erzielten Einigung von Land und Kommunen über den Krippenausbau in Schleswig-Holstein. Ziel ist es, Sanierungsmaßnahmen der Kommunen in diesem Bereich zu unterstützen und damit die kommunalen Haushalte von strukturellen Ausgaben im Bereich Energie zu entlasten sowie zugleich Umwelt- und Klimaschutzzielen Rechnung zu tragen. Das vom Land bereitgestellte finanzielle Volumen von 11,5 Millionen Euro kann zu 80 Prozent (9,2 Millionen Euro) für Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Kindertageseinrichtungen und zu 20 Prozent (2,3 Millionen Euro) für die von öffentlichen Schulen genutzt werden.
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