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Pinneberger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 12:17 Uhr

1,5 Tonnen für Vierbeiner in Not

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kummerfelder Ehepaar schickt Spenden nach Italien / Verein „SOS Animali“ kümmert sich um Katzen, Hunde und Pferde

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2013 | 16:00 Uhr

„In Italien haben sie Freudentränen geweint, als unser Hilfstransport ankam“, sagt Gabriele Zander aus Kummerfeld. Das ist auch kein Wunder. 1,5 Tonnen schwer waren die Spenden, die die Arbeit von „SOS Animali“ in Boccheggiano in der Nähe von Florenz unterstützen sollen. Dort kümmert sich ein deutsches Paar schon seit Jahren um Katzen, Hunde und sogar Pferde in Not. Tiere, die sonst nichts als Hunger, Schmerzen und einen qualvollen Tod zu erwarten hätten. „Bei ,SOS Animali‘ werden sie wie Lebewesen behandelt“, so Zander. Deshalb hat sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Michael eine ungewöhnliche „Weihnachten im Schuhkarton“-Aktion ins Leben gerufen. Die Zanders sammelten wie in unserer Zeitung berichtet nicht für Kinder, sondern für Tiere in Not. Der Erfolg der Aktion war riesig. Keller, Garage und teilweise sogar die Wohnräume musste das Ehepaar deshalb kurzfristig in Lagerräume umwandeln.

Medikamente von Tierärzten und Tierkliniken, Verbandsmaterial, mindestens 500 Kilogramm Trockenfutter, Spielzeuge, warme Decken für die Pferde – es wurde praktisch alles zum Haus der Zanders in Kummerfeld gebracht, was das Tierherz begehrt. Sogar Geldspenden erhielt „SOS Animali“. „Ich bin allen Leuten dankbar, die unsere Initiative unterstützt haben“, sagt Gabriele Zander. Mehr als 200 Menschen aus der gesamten Region hätten geholfen. Mit einer solchen Resonanz habe sie nicht im Traum gerechnet. Den Transport nach Italien finanzierte das Ehepaar aus Kummerfeld selbst. Gabriele Zander belegte sogar ein Seminar in einer Kartonagen-Fabrik, um zu lernen, wie die Paletten im Laster gestapelt werden müssen. Vier Tage war eine Spedition unterwegs und wurde in Boccheggiano sehnsüchtig erwartet. Dank regelmäßiger Telefonate und täglichem Mailverkehr mit den Zanders hatte man dort zwar eine Ahnung, dass bei der Spendenaktion viel zusammengekommen war, doch die Dimensionen waren dann doch überraschend. „So viel auf einmal hat ,SOS Animali‘ noch nie bekommen“, berichtet Tierliebhaberin Zander. So gab es für die Vierbeiner eine vorgezogene Bescherung. Für die Organisatorin des Hilfstransports ist bereits klar, dass der „Schuhkarton für Tiere“ keine einmalige Aktion bleiben wird. „Im kommenden Winter werden wir noch einmal sammeln“, verspricht Gabriele Zander.

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