Pinneberg : 1,4 Millionen Euro für den Radverkehr

Pinneberg investiert in Velorouten und Sicherheit. ADFC ist erfreut.

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30. November 2017, 12:10 Uhr

Pinneberg | Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat am Dienstag einstimmig ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Radverkehr-Infrastruktur in Pinneberg beschlossen. Damit soll in den nächsten fünf Jahren der Komfort und die Sicherheit von Radfahrern im Straßenverkehr erhöht werden. Investitionskosten: 1 379 500 Euro.

Ein Velo-Netz soll in Pinneberg entstehen. Einige Straßen müssen umgestaltet werden, um das zu ermöglichen. Dazu zählt etwa die Elmshorner Straße, die eine neue Radwegführung bekommt. Der Thesdorfer Weg soll demnach zwischen Großer Reitweg und Rehmen eine kombinierte Bus- und Fahrradspur erhalten, der Kirchhofsweg zur 30er-Zone werden.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), mit dem die Einzelmaßnahmen erörtert werden sollen, begrüßt den Beschluss. „Wir freuen uns sehr, dass die Politik ein offenes Ohr für uns hatte und sich alle Parteien einstimmig für mehr Sicherheit ausgesprochen haben“, teilt Ortsgruppensprecher Ulf Brüggmann mit.

Der Ausbau der Velorouten durch die Wohngebiete lag den Mitgliedern am Herzen: „Sie sollen zukünftig für eine weitgehende räumliche Trennung des Rad- vom Pkw-Verkehr auf den Hauptachsen sorgen.“

Laut ADFC liegt der Verwaltung eine Liste mit etwa 200 Radwegmängeln vor. Dass jetzt investiert wird, sieht er auch als Reaktion auf die Sommer-Aktion „5 statt 50“, mit der er forderte, fünf Euro im Jahr pro Einwohner zu investieren, statt 50 Cent. Pinneberg stockt auf; Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) erläuterte in der Beschlussvorlage: „Damit würde die Radverkehrsförderung deutlich über den bisherigen zirka ein Euro pro Einwohner jährlich liegen. Dies entspräche dann auch den Empfehlungen der Bundesregierung im nationalen Radverkehrsplan 2020.“

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