Kreis Pinneberg : 1,3 Millionen Euro mehr für Tagesmütter

Seit August 2013 haben auch die Eltern von Kindern zwischen dem vollendeten
ersten und dem dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf ein Betreuungsangebot in einer Kita oder bei einer Tagesmutter.
Seit August 2013 haben auch die Eltern von Kindern zwischen dem vollendeten ersten und dem dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf ein Betreuungsangebot in einer Kita oder bei einer Tagesmutter.

Die Verwaltung muss für die Kinderbetreuung mehr Geld locker machen. Die veränderte Gesetzeslage macht es möglich.

Avatar_shz von
15. November 2013, 17:18 Uhr

Zirka 1,3 Millionen Euro mehr wird der Kreis Pinneberg ab 2014 voraussichtlich für die Kindertagespflege zahlen. Dafür fehlt nur noch das Ja der Kreistagsmitglieder bei ihrer kommenden Sitzung am 11. Dezember. „Aber Alternativen gibt es nicht, da brauchten wir auch nicht zu diskutieren“, sagte Heike Beukelmann (CDU), Vorsitzende des Hauptausschusses, der dieser Verwaltungsvorlage bereits zugestimmt hatte.

Grund für die zusätzlichen Kosten ist der seit August dieses Jahres bestehende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren. Dadurch muss der Kreis Pinneberg auch das Verfahren ändern, wie Kindertagespflegepersonal bezahlt wird. Bisher zahlen Eltern, die ihr Kind zu einer Tagesmutter bringen, den Betrag direkt an diese. Nur in zirka 150 Fällen – Eltern in Ausbildung oder bei besonderem Förderbedarf des Kindes – kam das Geld vom Kreis. Dies wird bald anders sein. Der Kreis wird das Geld für die Betreuung an die Tagesmutter zahlen und dann den Eltern eine Rechnung stellen. Bei zirka 1550 Kindern, die von Tagespflegepersonal betreut werden, ein erheblich höherer Aufwand als bisher, für den ein zusätzlicher Mitarbeiter in der Kreisverwaltung benötig wird. Zudem ist die Betreuung bei Tagesmüttern in der Regel teurer als in einem Kindergarten. Bisher war dies Sache der Eltern, die ihr Kind zu einer Tagesmutter brachten. Doch durch den gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz muss auch der Kreis mehr bezahlten. Wenn die Eltern nachweisen können, dass sie keinen Krippenplatz in zumutbarer Wohnortnähe finden können, muss der Kreis zukünftig die Differenz übernehmen. Insgesamt kommen so Mehrkosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro jährlich zustande.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen